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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Hier hielt er inne. Da er aber bemerkte, daß Halbert seinKompliment nur mit einer Verbeugung erwiderte, so fuhr er fort:Mein Sohn, wir loben Eure Bescheidenheit; nichtsdestowenigerwollen wir, daß Du frei und offen zu uns sprichst in Betreff dervon uns Dir zugrdachten Beförderung, indem wir Dir das Amteines Bogenträgers und WildmeistcrS zu verleihen gedenken, sowohlfür die Jagden und Forste, in welchen unser Haus einiges Rechtbesitzt durch die Stiftungen frommer Könige und Herren, derenSeelen nun die Früchte ihrer Wohlthalcn gegen die Kirche genießen,als auch in denjenigen, welche unser ausschließliches Eigenthumauf ewige Zeiten sind. Kniee also nieder, mein Sohn, auf daßwir Dich mit eigner Hand unverzüglich in Dein Amt einführen."

Kniee nieder," wiederholte der Küchenmeister auf der einenSeite;kniee nieder," sprach der Tafeldecker auf der anderen.

Allein Halbert blieb aufrecht stehen.Wäre cs," sprach er,um Dankbarkeit für Ew. Hochwürden Gnaden edelmüthigksAnerbieten auszudrücken, dann könnte ich nicht tief und langegenug knieen. Allein ich kann nicht niederknieen, um die Ver-leihung Eurer edlen Gabe zu empfangen, Gnädiger Herr Abt,da ich entschlossen bin, mein Glück anderweits zu suchen."

Was ist das?" rief der Abt, die Stirn runzelnd;böreich recht? und laßt Ihr, ein geborner Untcrthan des Stiftes,Euch einfallen, meinen Dienst mit einem anderen zu vertauschenin einem Augenblick, wo ich Euch einen so großmüthigcn Ausdruckmeines Wohlwollens zugedacht habe?"

Gnädiger Herr," sprach Halbert,es thut mir in der Seelewehe, zu denken, daß Ihr mich für fähig haltet, Euer gnädigesAnerbieten nicht zu würdigen, oder Euren Dienst mit einemanderen zu vertauschen. Allein Euer großmüthiges Erbieten be-schleunigt nur die Ausführung eines von mir schon lange gefaßtenEntschlusses."