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mit einer grausenhaften Verwandlung endigen würde. Sic aberlegte die Arme auf die Brust zusammen und sprach:
„Kühner Jüngling! Heil sei Dir,
Wagend, mich zu rufen hier.
Daß Dein Herz nicht hat verzagt.
Daß Dir nicht der Muth versagt.
Du nicht bebest zurückBor dem zornigen BlickDen Du gesehn bei mir.
Ein Glied durste beben.
Nur zucken so eben:
Geschehn war's um Dein Leben.
Obwohl ich geformt aus dem Himmelsblau,
Und mein Blut aus dem ungefallenen Thau,
Und Du geschaffen aus Staub und aus Koth:Antworten muß ich auf Dein Gebot."
„So frag' ich Dich denn," sagte der Jüngling, „durch wel-chen Zauber ich so sehr in meinen Neigungen und Wünsche» ver-ändert bin, daß ich nicht mehr an Wild und Hund, an Pfeil undBogen denke, daß mein Blut kocht über eine Beleidigung vonEinem, neben dessen Sleigbügel ich einige Tage früher einenganzen Sommermorgen lang hergelaufen sein würde, zufriedenund geehrt durch ein einziges Wort von ihm? Warum suche ichjetzt, Fürsten und Herren und Rittern gleich zu werden? Binich derselbe, welcher gestern gleichsam zufrieden in Dunkelheitschlummerte und der heute zu Ruhm und Ehrgeiz erwacht ist?Sprich, sage mir, wenn Du kannst, was diese Veränderung be-deutet. Bin ich verzaubert, oder war ich früher unter dem Ein-fluß eines Zaubers, daß ich mich jetzt als ein anderes Wesenfühle und doch weiß, ich bin derselbe? Sprich und sage mir, obdiese Veränderung durch Dich hervorgebracht ist."
Das Weiße Fräulein antwortete: