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„Heut ist es, wo des Geschlecht der Fec'nSitzt einsam, beweinend sein herbes Loos,
Wo die Waldjungfrau seufzt zu des Windes WehnWo das Seefraulein klagt in des Meeres Schoos.
Heut ist der Tag, wo das Heil erschien.
Das zu theilen uns das Geschick versagt.
Wo den Söhnen des Staub's ward Erlösung verstehn.
Die kein Lust- oder Seegeist zu hogen wagt.
Unh il ruht auf des Sterblichen Pfad,
Der am Morgen des Freitags sich zu uns naht/'
„Geist!" sprach Halbert unerschrocken, „cs ist nutzlos, Ei-nem zu drohen, der Sein Leben für Nichts achtet. Dein Zornkann höchstens tödten, und ich bezweifle selbst, ob Deine Machtsich so weit erstreckt. Die Schrecken, mit welchen Eure ArtAndere aus der Fassung bringen mag, sind gegen mich machtlos.Mein Herz ist wie durch Verzweiflung gegen Furcht gestählt.Wenn ich einem Geschlcchte angehörte, welches, wie Deine Wortebesagen, mehr als das Deine Gegenstand der Fürsorge des Him-mels ist, so gebührt es mir, Dich zu rufen, Dir, zu antworten.Ich bin das edlere Wesen."
Während er sprach, sah ihn die Gestalt mit grimmigemBlick an. Die Gesichlszüge, ohne gerade den früheren ungleichzu werden, waren wilder und verzerrt. Die Augen schienen Feuerzu sprühen, und leichte Zuckungen fuhren über das Antlitz hin,als wollte cs sich in eine gräuliche Eischeinung verwandeln. DasGanze glich den Gesichtern, welche die durch Opium verwirrteEinbildungskraft hervorzaubert, und welche, anfangs lieblich,bald wild und grotesk werden.
Als aber Halbert seine Anrede geendigt hatte, stand das WeißeFräulein wieder mit demselben ruhigen blassen Antlitz, mit demsel-ben gleichmäßigen schwermüthigen Blick vor ihm, den er von früherher an ihr gewohnt war. Er hatte erwartet daß ihre Aufregung