Druckschrift 
4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
60
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jetzige Graf von Northumbcrland, dessen kurze Geschichte ich Euchgeben will"

Ist ganz und gar nicht nöthig," unterbrach der Abt;wirkennen ihn als einen guten und ächten Edelmann, als einengeschworncn Aufrechthaltcr unseres katholischen Glaubens trotzdem ketzerischen Weibe, welches gegenwärtig auf dem Thron vonEngland sitzt. Und gerade als seinen Verwandten und als Ge-nossen seines frommen und treuen Glaubens und seiner Anhäng-lichkeit an unsere heilige Mutter Kirche, heißen Wir Euch, HerrPiercie Shafton, herzlich willkommen und versichern Euch, daß,wenn Wir wüßten wie, Wir Uns bemühen wollten, Euch inEurer Noth behülflich zu sein."

Für sothanes gütiges Anerbieten bleibe ich Euer gehorsamsterSchuldner," versetzte der Ritter.Für jetzt brauche ich weiterNichts zu sagen, als daß mein Ehrenfester Vetter von Northumber-land mit mir und einigen Anderen, den ausbündigsten Köpfen un-serer Zeit, überlegt halte, wie und durch welcherlei Mittel derDienst Gottes nach Vorschrift der katholischen Kirche wiederummöchte eingeführt werden in dies zerrissene Königreich Englandgleichwie Jemand mit seinem Freund überlegt, wie ein Roß, so aus-gerissen ist, einzufangen und zu zäumen sei. Es gefiel demselben,mir so großes Vertrauen bei diesen Mittheilungen zu schenken, daßmeine persönliche Sicherheit auf's innigste mit denselben zusam-menhängt. Indessen bekamen wir plötzlich Grund zu glauben, daßdiese Fürstin Elisabeth, welche eine Art Rathzeber unterhält, ge-schickt in Ausspürung aller Plane, ihren Titel ihr streitig zu machenoder die katholische Kirchenzucht wieder einzuführcn, daß dieseElisabeth genaue Kunde von unserer Zündlinie hatte, ehe wir die-selbe anbrenncn konnten. Da hielt mein Ehrenfester Vettervon Northumbcrland es für's Beste, daß ein Mann Schimpf undSchande für die Uebrigen auf sich nähme, und legte die ganze Last