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zu bilden. Herr Piercie Shafton ließ sich nicht herab mit irgendJemanden außer mit Marien Avenel zu sprechen. Ihr crwieSer dieselbe vertrauliche, mitleidige und etwas höhnische Aufmerk-samkeit, die ein Herrchen unserer Tage zuweilen wohl geruht,einem Fräulein vom Lande zu schenken, wenn kein hübscheresoder vornehmeres Frauenzimmer da ist. Die Weise freilich warverschieden, denn die Etikette dieser Zeit erlaubte Herrn PiercirShafton nicht, seine Zähne zu stochern oder zu gähnen oder un-verständlich zu murmeln, wie der Bettler, dem, seiner Angabenach, von den Türken die Zunge ausgeschnitten worden ist, oderTaubheit zu affectiren, oder Blindheit oder sonstige Sinnenschwächr.Allein obwohl die Schnörkel seiner Unterhaltung verschieden waren— das Hauptgewebe war doch dasselbe, und die hochtrabenden,gezierten Complimente, mit denen der wackere Ritter des sech-zehnten Jahrhunderts sein Gespräch durchspickte, hatten eben sowohlihren Ursprung in Selbstsucht und Selbstgefälligkeit, wie derSchnack eines Zierlings unserer Tage.
Der englische Ritter war etwas betreten, als er fand daßMarie von Avenel gleichgültig hörte und wundersam kurz ant-wortete auf all' die schönen Redensarten, welche sie nach seinerMeinung durch ihren Glanz hätten blenden oder durch ihre Dunkel-heit hätten in Verlegenheit bringen sollen. Wenn aber bei ihr HerrnPiercie's Erwartung getäuscht wurde, so klangen dafür seine Redenwunderherrlich in den Ohren Gretel's, absonderlich darum, weilsie kein Wort davon verstand. Und in der That war des RittersSprache viel zu höfmäßig, als daß selbst Leute von größeremScharfsinn, als Gretel, sie hätten verstehen können.
Um diese Zeit war es, daß der alleinige fürtreffliche Dichterseiner Zeit, der hochverständige komische, lebhaft-witzige und witzig-lebhafte Hans Lylly — er der an ^ppollinis Tafel säße und demriioobus selber einen Kranz von seinen eignen Lorbeeren gegeben.