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4 (1851) Das Kloster
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ohne daß er hastig darnach gegriffen ') kurz Derjenige, welcherdas überaus närrische WerkEuphues und sein England" ge-schrieben hat im Hochpunkt seiner Verrücktheit und seines Änsehensstand. Der gesuchte, gezwungene, unnatürliche Styl, den erdurch seineAnatomie des Geistes" in Gang brachte, ward reißendschnell, glücklicher Weise aber nur auf kurze Zeit, herrschend. AlleHofdamen wurden seine Schülerinnen, und Euphuismus zu par-lircn war ein eben so nöthiges Stück zu einem Hofmann, als dieKunst mit dem Rappirr umzugehen oder eine Menuet zu tanzen.

Kein Wunder, daß das Müllermädchcn durch die geschraubtenRedensarten der Hofsprachc so sehr geblendet wurde, wie nur jedurch den Staub der Mehlsäcke ihres Vaters. Da saß sie, Mundund Augen sperrweil offen wie das Mühlthor und die Mühlfenster,Zähne zeigend, so weiß wie ihres Vaters Schwingmehl, und be-müht ein oder das andere Wort zu eignem künftigen Gebrauchzu erhaschen aus den Perlen der Rhetorik, mit welchen HerrPiercie Shafton so verschwenderisch um sich warf.

Unter den männlichen Mitgliedern der Tischgesellschaft fühlteEdward sich beschämt über seine eigne Ausdrucksweise und überdie Langsamkeit, mit welcher er selber sprach, während der hübschejunge Hofmann mit einer ihm unbegreiflichen Leichtigkeit undGeläufigkeit die Gemeinplätze der vornehmen Sprache über seineZunge gleiten ließ. Freilich sagte ihm sein gesunder Verstandund fein natürlicher Geschmack, daß der werthe Herr Unsinn redete.Aber wo ist der bescheidene Mann von wahrem Talent, dem es nicht

') So und noch toller lauten die Schmeicheleien, mit welcher dieserSchriftsteller von seinem Herausgeber Blount überschüttet wird. Nichts-destoweniger war Lylly wirklich ein Mann von Geist und Phantasie,deren Erzeugnisse aber leider durch die unnatürlichste Ziererei entstelltwurden.