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„Gut, wenn Ihr das wollt," sprach Gretel; — „aber wiesoll ich sic erkennen? — halt! Einen kenn' ich und Ihr ebenfalls,Fräulein; es ist ein lustiger Mann, ein Bischen leichlhändig,allein die Reitersmänner nehmen das heutzutag nicht so genau.Es ist Eures Oheims Knecht Christie von Clinrhill; er bat nichtseinen alten grünen Wams an und die rostige schwarze Jackedarüber, nein einen Scharlachmantel mit Silbcrborte drei Zollbreit besetzt und einen Brustharnisch, darin könntet Ihr Euch besehen,wenn Ihr Euer Haar macht, so gut wie in dem Spiegel mir demelfenbeinernen Rahmen, den Ihr mir so eben gezeigt habt. Ach,liebes Fräulein, kommt doch her und betrachtet ihn."
„Wenn cs der Mann ist, den Ihr meint, Gretel," antwortetedie Waise von Avenel, „dann wert,' ich ihn noch frühe genug zuGesicht bekommen für das Vergnügen, welches sein Anblick mirverschaffen wird."
„Nun, wenn Ihr den lustigen Christie nicht sehen wollt,"sprach Gretel mit dem Ausdruck lebhafter Neugier im Gesicht,„so kommt doch und sagt mir, wer der prächtige Reiter beiihm ist, der schönste und liebenswürdigste junge Mann, den ichje mit meinen Augen gesehen habe."
„ES ist mein Pflcgbruder, Halbert Glendinning," antworteteMaria mit anscheinender Gleichgültigkeit. Sie war nämlich ge-wöhnt, Elspeth'S Söhne ihre Pflegbrüder zu nennen und so mitihnen zu leben, als ob dieselben ihre wirklichen Brüder wären.
„Rein bei Unserer Lieben Frauen, der ist's nicht," sprachGretel; „ich kenne die Gesichter der beiden Glcndinning's rechtgut, und ich denke, dieser Reiter ist nicht aus unserm Land.Er hat eine karmosinrothe Sammermütze und langes braunesHaar darunter, und einen Schnurrbart und ein glaltgcschorncsKinn bis auf ein kleines Fleckchen an der Spitze und ein himmel-blaues Wams, geschlitzt und mit weißem Atlas ausgepuffr und