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zu werden. Ein goldncr Rosenkranz und einige weibliche Schmuck-sach^n, die einen höheren Rang bezeichnet«?», waren zur Zeit dergrößten Nolh gerettet worden, mehr durch Tibb's Geistesgegen-wart, als durch die Sorgfalt der Eigenkhümerin, welche damalsviel zu sehr in ihren Schmerz versunken war, um auf solcheDinge zu achten. Gretel fühlte sich beim Anblick derselben vongewaltiger Ehrfurcht durchdrungen, denn sie hatte nicht gedacht,daß außerdem, was der Abt und das Kloster besaß, so viel achtesGold in der Welt sei, wie diese wenigen Flitter enthielten, undMaria, obwohl verständig und ernsthaft, war nicht darüber er-haben, Wohlgefallen an der Bewunderung ihrer bäurischen Ge-sellschafterin zu finden.
Es ließ sich schwerlich ein größerer Gegensatz finden, alsdas Aeußerc dieser beiden Mädchen. Hier dos gutmüthige lach-lustige Gesicht des Müllermädchens, welche mit unverhchltemStaunen Alles betrachtete, was in ihren Augen selten und kostbarwar, und bescheiden, jedoch ohne Blödigkeit tausend Fragen überden Gebrauch und Werth dieser Zierrathen that —> dort MariaAvcnel, mit ihrer ruhigen Würde und ihrem sanften Wesen,einen nach dem andern zur Unterhaltung ihrer Gesellschafterinhervorholend.
Da sie nach und nach vertrauter geworden waren, fragteGretel, warum Marie Avenel nie beim Maien erschien, unddrückte großes Erstaunen aus, als das Fräulein ei klärte, sie liebeden Tanz nicht. In diesem Augenblick ward ihr Gespräch durchPserdegetrappcl am Thor des Thurmes unterbrochen.
Gretel flog mit dem ganzen Eifer ungcbändiglcr weiblicherNeugier an'ß Fenster, „heilige Maria! Fräulein! da kommen zweiprächtige Reiter. Wollt Ihr nicht Herkommen und sie betrachten?"
„Nein," antwortete Maria Avenel, „Ihr mögt mir sagen,wer sie sind."
Kloster, ir.
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