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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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So harre DuMit Seelenruh',

Der Himmel wird senden den Führer dazu.

Die Gestalt war bereits verschwunden und nun verklangauch die Stimme immer sanfter werdend, als ob das Wesen,dem sie angekörte, langsam von dem Orte wegschwebte.

Jetzt fühlte Halbcrt den ganzen Schrecken, welchen er bisherso mannhaft unterdrückt hatte. Die Nothwendigkeit seine Kraftanzuwenden, hatte ihn ermuthigt, es zu thun, und die Gegenwartdes geheimnißvollen Wesens, obwohl schauerlich an und für sich,hatte ihm doch die Empfindung nahen Schutzes eingcslößt. Erstals er ruhig das Borgegangene überlegen konnte, fuhr ihm einkalter Schrecken durch die Glieder; sein Haar sträubte sich emporund er scheute sich, umherzublicken, aus Besvrgniß, er möchteneben sich etwas Gräulicheres erschauen, als die erste Erscheinung.Ein sich erhebender sanfter Wind verwirklichte den wildschönenGedanken des phantasiereichsten neueren englischen Dichters:

Er kühlt seine Wangen, durchweht sein HaarWie Lenzeslüste auf Wiesen:

Seiner Furcht beimischt es sich wunderbar.

Doch war's wie ein freundliches Grüßen.

Der Jüngling stand einige Minuten stumm und staunend da.Es war ihm, als schwebte das außerordentliche Wesen, halb seinSchrecken und halb fein Schirm in dem Winde, der über ihnhinfuhr, und als könnte es ihm nochmals sichtbar werden.Sprich!" riet er, seine Arme wild in die Höhe werfend,sprichnoch ein Mal tritt noch ein Mal vor mich hin, liebliche Er-scheinung! Drei Mal Hab' ich Dich gesehen; aber der Gedankean Deine unsichtbare Nähe läßt mein Herz heftiger klopfen, alswenn die Erde aufklaffte und einen Höllengeist ausspiee." Alleinweder ein Laut, noch eine Erscheinung beurkundete die Gegenwart