214
des weißen Fräuleins und nichts Uebernatürliches ließ sich weitersehen noch hören. In der Anstrengung, nochmals die Erscheinungdes geheimnißvollen Wesens zu fördern, hatte Halbert seine natür-liche Kühnheit wiedergewonnen. Noch ein Mal blickte er umher,und trat dann seinen einsamen Rückweg an, das Thal hinab, indessen Klüfte er eingcdrungen war.
Kein größerer Gegensatz, als der Aufruhr der Leidenschaft,in welchem er über Stock und Stein gerannt war, um in dieCorrinan-shian zu stürzen, und die besonnene Ruhe, mit welcherer jetzt nach Hanse zurückkehrte. Sorgfältig wählte er jetzt diebequemsten Pfade aus, nicht um Gefahren zu vermeiden, sonderndamit nicht durch Anstrengungen sein ruhiges Rachsinnen überdas Erlebte gestört würde. Auf dem Hinweg hatte er gesucht,durch gewagte Sprünge und durch sonstige heftige Körperbewegungseiner heftigen Leidenschaft freies Spiel zu geben und die Er-innerung an die Ursache seiner Aufregung zu übertäuben. Jetztvermied er jede Störung seines Ganges, damit die Hindernissedes Weges seine Gcdankenreihe nicht unterbrechen möchten. Soin langsamem Schritt mehr mit der Miene eines Pilgers alseines Jägers dahin wandelnd, kam er mit Einbruch der Nachtwieder bei der väterlichen Wohnung an.
Ende des ersten Lheiles.