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Launenvoll schwebt unser Sin»
Zwischen Gut und Bose hin.
Zwanzig Mal, ist uns gegeben.
Länger als der Mensch zu leben;
Aber nimmermehr erwachtUnsereins aus Todesnacht.
Ihr könnt für ein Jenseits sorgen.
Unserem Schlummer folgt kein Morgen.
Mehr als das kann ich nicht künden.
Weiteres wirst Du nicht ergründen.
Das weiße Fräulein hielt innc und schien eine Entgegnungzu erwarten. Als aber Halbert zögerte, ungewiß wie er sichausdrücken sollte, schien die Erscheinung allmählig zu schwindenund unkörperlicher zu werden. In der richtigen Voraussetzung,daß dieß das Zeichen ihrer bevorstehenden Entfernung sei, nahmder Jüngling sich zusammen und sprach: Fräulein, damals alsich Dich in der Schlucht sah, und als Du das schwarze BuchMariens von Avenel zurückbrachtest, sagtest Du mir, ich würdees eines Tiges lesen lernen."
Das weiße Fräulein erwiderte:
„Und gelehrt Hab' ich einst Dich das Zauberwort,
Mich zu wecken hier am einsamen Ort.
Doch an Reiger und Falken war mehr Dir gelegen.
Als mit mir in der Wildniß Gemeinschaft zu pflegen:
Mehr hast Du geliebt das Schwert und den Speer,
Denn Gottes Wort und die heilige Lehr';
Dem Hirsch nachzujagen mit Pfeil und mit BogenHast dem Lesen Du immerdar vorgezogen.
Du liebst es, zu schweifen durch Wald und MorastUnd edlere Bildung ist Dir verhaßt."
„Ich will nicht ferner so thun, schöne Jungfrau," sprach Hal-bert; ich bin begierig zu lernen, und Du hast mir versprochen,wenn ich Lust dazu hätte, wolltest Du mir helfen. Ich fürchte