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seine Absichten verstehen noch seine Mittel zur Erreichung derselbenberechnen können.
Halbert stand stumm da und schnappte nach Luft, die Haareemporgesträubt, den Mund offen, die Augen starr, und als ein-ziges Zeichen seiner vorigen Entschlossenheit, sein Schwert gegendie Erscheinung gekehrt. Endlich begann das weiße Fräulein,(so wollen wir nemlich dieß Wesen nennen) mit lieblicher Stimmefolgende Werse zu singen:
„Schwarzäugiger Jüngling! Wozu mich erwecken?
Wofür bist Du hier, wenn Du bebest vor Schrecken?
Der, so mit uns verkehren will, muß allen Schrecken trutzen.
Gemeine Seelen verstehn uns nicht, können unserm Rath nicht nutzen.Das Lüftchen, so mich hergebracht, muß durch Aegypten wehen.
Das Wölkchen, das mich trägt, soll heut der Araber noch sehe».
Das Wölkchen zieht vorbei; es seufzt das Lüftchen, daß wir weilen.Denn segeln muß ich noch vor Nacht 'nen Weg von tausend Meilen."
Halbert's Bestürzung wich endlich vor seiner Entschlossenheit,und er gewann so viel Athen:, um, wiewohl mit zitternder Stimme,zu fragen: „Im Namen Gottes, was bist Du?" Die Antworterfolgte in einer anderen Sangweise:
Was ich bin, kann ich nicht künden.
Nimmer wirst Du es ergründen.
Zwischen Höll' und Himmel schwebend.
Ohne Sünd' noch Tugend lebend.
Kann ich nützen Dir und schaden.
Je nachdem Dein Herz berathen;
Nicht ganz Wesen nicht ganz Schatten,
Schwebend über Moos und Matten,
Tanzend bei dem Quell am Hügel,
Reitend auf des Sturmwinds Flügel,
Aeffend nach im tollen Spiele,
Eure wechselnden Gefühle,
Gleichet unser Herz dem kaltenSpiegel voller Truggestalten.