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4 (1851) Das Kloster
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in Betreff der Religion zu horchen, welche jetzt im Schwang gehen.Besser für Euch, Ihr wäret so unwissend wie das Bieh, als daßder Stolz auf höheres Wissen Euch verführte, der Stimme derKetzer Euer Ohr zu leihen." Edward Glcndinning hörte dieStrafrede mit niedergeschlagenen Augen an und ermangelte nicht,sich nach Beendigung derselben eifrig gegen den Vorwurf zu ver-kheidigcn, als habe er seine Forschungen auf Gegenstände erstreckt,welche die Kirche verbietet. Und so blieb dem Mönch Nichtsübrig, als sich in leeren Vermuthungen über seinen Widerwillengegen das Klosterlcben zu verlieren.

Es ist ein altes vom Chaucer angebrachtes und von Elisabethangeführtes Sprichwort:Gelehrte Männer sind nicht immerWeise;" und es ist wahr, auch wenn der Dichter es nie in'sReine gebracht, und die Königin nie Betrachtungen daran ge-knüpft Härte. Wären die Gedanken des Pater Eustachius nichtso sehr auf die Fortschritte der Ketzerei gerichtet gewesen, undso wenig auf das, was im Thurmc vorging, so würde er in densprechenden Augen Mariens von Avencl, jetzt eines Mädchensvon vierzehn bis fünfzehn Jahren, Gründe der Abneigung ihresJugendzespielen gegen die Mönchsgclübde gefunden haben. Wieoben bemerkt, war sie ebenfalls eine hoffnungslose Schülerin desguten Paters, auf welchen ihre unschuldige kindliche Schönheiteinen Eindruck machte, der ihm selber wohl unbewußt war. IhrRang und ihre Aussichten berechtigten sie, Unterricht im Lesenund Schreiben zu empfangen. Jede Aufgabe, die der Mönch ihrgab, ward in Gemeinschaft mit Edward gelernt, von diesem er-klärt, bis sie dieselbe vollkommen innc hatte.

Beim Anfang des Unterrichts war Halbert ihr Mitschülergewesen. Allein seine Raschheit und Ungeduld vertrug sich baldnicht mehr mit einer Beschäftigung, in welcher ohne anhaltendenFleiß und Aufmerksamkeit keine Fortschritte zu machen waren.