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davon anzucignen. Allein sein Gewissen sagte ihm sogleich, daßderselbe Recht habe. „Ich hätte/' sprach er, „mehr an dengeistlichen Oberen und weniger an die Person denken sollen.Ich hätte den Mantel der Liebe über die Schwächen meinesgeistlichen Vaters ausbreitcn und alles Mögliche thun sollen, seinAnsehen zu erhöhen und dadurch seine Nützlichkeit innerhalb wieaußerhalb des Klosters zu vergrößern. Der Abt kann nicht er-niedrigt werden, ohne daß zugleich die Brüderschaft mit ihmerniedrigt wird. Der Stolz der Kirche ist, daß sic allen ihrenKindern, insbesondere aber ihren Würdenträgern, die Gabenverleihen kann, die sie auszeichnen."
Bestimmt durch diese Erwägung, war Pater Eustach bereit,zu erfüllen, was ihm der Abt in diesem Augenblick des Selbst-gefühls mehr angedcuter, als aufcrlegt hatte, und erklärte, daßer in Demuth denjenigen Weg bei Mitthcilung seines Racheseinschlagen würde, welcher dem Herrn Abt am genehmsten undzugleich am geeignetsten wäre, von ihm selber jede Versuchungzur Eitelkeit auf sein eignes Wissen zu entfernen. Sodann bater den Hochwürdigcn Vater, ihm eine passende Buße aufzuerlegen.Beiläufig bemerkend, daß er den ganzen Tag gefastet habe.
„Gerade das ist es, was mir mißfällt," cntgegnete der Abt,anstatt ihn wegen seiner Enthaltsamkeit zu beloben; „geradediese Bußen, Fasten und Wachen mißfallen Uns, denn sie er-zeugen ein krankhaftes Wesen, welches vom Magen aus auf denKopf sich erstreckend, uns mit Eitelkeit und Selbstgefälligkeitaufbläht. Es gebührt sich und ist heilsam, daß Novizen fastenund wachen, denn von einem Theil der Brüderschaft muß esgeschehen, und junge Mägen können das Fasten am ersten ver-tragen. Ucberdem schlägt es in der Jugend böse Gedanken niederund die Begierde nach weltlicher Lust. Bei Solchen hingegen,welche der Welt abgestorben sind, wie ich und Du, ehrwürdiger