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hat. Denn es ist gewiß, daß der Himmel uns stets am geringstenachtet, wenn wir selber die höchste Meinung von uns haben.Und so mag es auch auf der anderen Seite sein, daß wir einiger-maßen uns von der Richtschnur Unseres Benehmens entfernthaben, die Unsere hohe Stellung in diesem Stifte UnS gebenmuß, indem wir Uns durch die Stimme Unseres Untergebenenzu sehr leiten und sogar beschränken ließen. Derohalben müssenvon uns beiderseits diese Fehler verbessert werden, von EurerSeite, daß Ihr weniger auf Eure Gaben und Euer fleischlichesWissen haltet, von Meiner, daß Ich nicht so leicht Meine eigneMeinung aufgebe gegenüber der Ansicht dessen, der unter mirsteht in Rang und Amt. Nichts destowcniger möchten Wirdarum nicht die großen Vorthcile einbüßen, die Wir aus Euremweisen Rath gezogen haben und noch ziehen können, zumal daderselbe so oft von Unserem Hochwürdigsten Primas empfohlenworden ist. Also in wichtigen Angelegenheiten wollen Wir Euchzu Uns bescheiden und Eure Meinung unter vier Augen ver-nehmen. Stimmt dieselbe mit der Unsrigcn überein, so wollenwir sie, als von Uns allein ausgehend, dem Kapitel vortragcn»und Euch so den scheinbaren Sieg ersparen, welchen so leichtgeistlichen Stolz erzeugt: und Wir Selber wollen die Versuchungvermeiden, in jene bescheidene Nachgiebigkeit zu verfallen, durchwelche Unsere Würde benachkhciligt wird, und Unsere Person —wenn diese in Betracht kommen dürste — an Wichtigkeit verliertin den Augen der Gemeinschaft, welcher Wir verstehen."
Trotz dem hohen Begriff, welchen Pater Eustachius, alsstrenger Katholik, von dem Sacrament der Beicht hatte, drohtedoch eine Empfindung des Lächerlichen ihn zu beschleichen, alser seinen Oberen mit solcher Dummpft'sfigkeit ein Planchen ent-wickeln sah, welches darauf hinauslief, des Subpriors Klugheitund Erfahrung zu benutzen und sich ausschließlich den Ruhm