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oder seines Neides sich selber des Vergehens anklagte, welcheser ihm im Stillen zur Last gelegt hatte, hieß die Richtigkeitfeines Urtheils bestätigt sehen, mußte seinem Stolz schmeichelnund seine Besorgnisse mindern. Dieß Gefühl von Befriedigungerhöhte seine gute Laune, und er war so weit entfernt, in Folgedieser Entdeckung einen herrischen Ton gegen seinen Subprioranzunehmcn, daß er in seiner Ermahnung sich fast spaßhaftzwischen dem Lusdruck seiner befriedigten Ei>elkeit und zwischenseiner Scheu, die Gefühle Eustach's zu verletzen, bewegte.
„Mein Bruder," sprach er ex catlieclra'): „Mein Bruder,es kann Eurer verständigen Beobachtung nicht entgangen sein,daß Wir oft auf Unser Urtheil verzichtet haben zu Gunsten desEurizen, selbst bei denjenigen Gegenständen, welche das Stiftganz besonders nahe angingen. Leid würde es Uns thun, wennIhr glauben könntet, dieß sei deswegen geschehen, weil wirUnsere Ansicht für weniger treffend oder Unsere Einsicht fürweniger tief, als die Unserer anderen Brüder gehalten. Esgeschah lediglich deswegen, um Unseren jüngeren Brüdern, ins-besondere Euch, Gcliebtestcr, den, zur Acußerung einer Meinungnöthigen Muth cinzuflößen. Wir haben oft Unser Urtheil beiSeite gesetzt, um Unsere Untergebenen, und namentlich Unserentheueren Bruder, den Subprior anzufeuern, muthig ihre eigenenGedanken vorzutragcn. Diese Unsere Selbstverleugnung undDemuth mag dazu beigetragcn haben, in Eurem Gemüth, ehr-würdigster Bruder, diese Einbildung von Geistesgabcn undKenntnissen zu erwecken, welche Euch unglücklicher Weise zurUeberschätzung Eurer Fähigkeiten geführt und dadurch, wie nurzu sehr am Tage liegt, den Neckereien böser Geister ausgesetzt
'> Von seinem hohen Sitz.