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4 (1851) Das Kloster
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Er fühlte sich stark versucht, die sonderbare Begebenheit, welcheihm zugcstoßen war, zu verheimlichen. Das Eingeständniß der-selben kam ihm um so schwerer an, da er ein so strenges Urtheilüber Pater Philipp gefällt hatte, »nd da er jetzt zugcbcn mußte,daß Das, was Diesem in den Weg gekommen war, ähnlicherArt gewesen sei, wie Das, was er selber Überstunden hatte.Seine Ueberzcugung hiervon ward noch mehr befestigt, als ernach dem Buch suchte, welches er im Thurm von Glcndearg inden Buse» gesteckt hatte, und fand, daß es verschwunden war,was während seiner Ohnmacht geschehen sein mußte.

Gestehe ich diese sonderbare Heimsuchung," dachte er,sowerd' ich zum Gespött bei allen meinen Brüdern ich, den derPrimas hiehergeschickt hat, um sie zu beaufsichtigen und ihrenThorhciten Einhalt zu thun. Ich gebe damit dem Abt einenBortheil über mich, den ich ihm nie wieder abgewinnen kann,und der Himmel weiß, wie er ihn in seinem Unverstand miß-brauchen mag zur Schmach und zum Schaden der heilige» Kirche. Aber wenn ich meine Schande nicht bekenne, mit welcherStirn kann ich es dann wagen. Andere zu ermahnen und zu-rechtzuwcisen? Gestehe stolzes Herz, daß das Wohl der Kirchedir hier weniger am Herzen liegt, als der Wunsch, einer Dc-müthigung zu entgehen. Ja, Gott hat Dich gerade darin ge-straft, worin Du am unerschütterlichsten zu sein glaubtest, inDeinem geistlichen Stolz und fleischlichen Wissen. Du hast dieUnerfahrcnheit Deiner Brüder verlacht, unterwirf Dich nunselber ihrem Hohn, erzähle, was sie nicht glauben werden,versichere, was sie eitler Furcht, vielleicht eitler Lüge zuschreibcnwerden, dulde die Schande eines albernen Träumers oder einesargen Betrügers! Es sei so. Ich will meine Schuldigkeitthun und meinem Oberen eine vollständige Beichte ablcgen. Wenndie Erfüllung dieser Pflicht meine Wirksamkeit in diesem Haust