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vernichtet, dann wird Gott und Unsere Liebe Frau mich an einenOrt senden, wo ich ihnen besser dienen kann."
Wer die Macht des Ehrgeizes kennt, wird diese fromme undedclmüthige Entschließung Eustach's nach ihrem vollen Werthezu würdigen wissen. In jedem Stand ist dem Menschen dieAchtung von Seinesgleichen wichtig, für den Mönch aber, ab-geschnitten von andern Wegen des Ehrgeizes, von Freunden undVerwandten, ist die Stelle, die er in der Achtung seiner Brüdereinnimmt, Alles. Und bei Eustach konnte der Gedanke, welcheSchadenfreude er dem Abt und den meisten anderen Mönchendurch ein Geständniß bereiten würde, welches ihn, den bisherigenGebieter im Kloster, in ein lächerliches, vielleicht gar verbreche-risches Licht stellen würde, — dieser Gedanke konnte bei Eustachnicht die Pflicht überwiegen, die sein Glaube ihm auflcgle.
Als er mit diesem strengen Pflichtgefühl sich dem äußerenThor des Klosters näherte, war er überrascht, Fackelschein undin demselben Mannschaft zu Fuß und zu Roß versammelt zusehen, in deren Gedränge sich Mönche, an ihrem weißen Scapu-licren in der Nacht kenntlich, geschäftig hin und her bewegten.Der Subprior ward mit einem einstimmigen Freudengeschreiempfangen, welches ihm bewies, daß um seinetwillen diese An-stalten gemacht worden waren.
„Da ist er! da ist er! Gott sei Dank — da ist er, gesundund wohl!" erscholl es von Seiten der Dienerschaft, währenddie Mönche riefen: „"ke Ileuin lauflumus — das Blut DeinerKnechte ist theuer in Deinen Augen!"
„Was ist? Kinder! was ist? Brüder!" fragte Eustachius,als er am Thor abstieg.
„Nein, Bruder, wenn Du es nicht weißt, wollen wir es Dirnicht eher sagen, als bis Du im Refektorium bist," antwortetendie Mönche. „Für jetzt nur so viel, daß der Gnädige Herr Abt diese