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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Jur Antwort auf sein Gebot sang die Stimme:

Furchtlos macht ein frommes Streben

Froh und keck ein wüstes Leben-Liege DuHier in Ruh'.

Schau! Dein Gegner kommt herzu.

Der Subprior horchte, den Kopf nach der Seite gewandt,von welcher die Töne herzukommen schienen. In diesem Augen-blick war cs ihm, als ob Etwas gegen ihn anrcnnc, und che erden Gegenstand entdecken konnte, ward er mit sanfter, aber un-widerstehlicher Gewalt aus dem Sattel geworfen. Bevor er denBoden erreichte, war er besinnungslos. Lange blieb er so liegen.Die letzten Sonnenstrahlen hatten noch den Gipfel der fernenHöhe vergoldet, als er siel, und als er wieder zu sich kam, standder Mond in bleichem Schimmer über der Landschaft. Er er-wachte mit einem Entsetzen, dessen er einige Minuten lang nichtMeister werden konnte. Endlich setzte er sich im Grase auf undüberzeugte sich, daß er keinen Schaden genommen halte, abge-rechnet Erstarrung in Folge der Kälte. Die Bewegung einesGegenstandes in seiner Nähe, machte, daß sein Blut wieder zumHerzen strömte; er fuhr empor und erkannte zu seiner Beruhigung,daß das Geräusch von den Fußtritten seines Maulthiers herrührte.Das friedliche Thier war ruhig bei seinem ohnmächtigen Herrengeblieben, weidend auf dem dichten Rasen an dieser Stelle.

Mit einiger Mühe richtete er sich wieder völlig auf, bestiegsein Thier und ritt, über sein wildes Abenteuer nachsinnend,vollends die Schlucht hinab bis zu ihrer Ausmündung in dasbreite Thal des Tweed. Die Zugbrücke siel auf seinen erstenRuf. So sehr hatte er das Herz des groben Wärters gewonnen,daß Peter selber mit einer Laterne erschien, ihm über den un-sichern Weg hinüber zu leuchten.