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Der Weg war jetzt nicht länger versperrt. Denn das Maul-thicr richtete sich auf aus seiner angstvollen Stellung und gabHoffnung, daß es vorwärts zu bringen sein möchte, währendsein kalter Schweiß und sein Jittern an allen Gliedern denSchrecken bewies, welchen es ausgestanden.
„Ich habe sonst immer das Dasein von Kabalisten undRosenkreuzern bezweifelt, dachte Eustach, „aber, bei meinemOrden, ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll! Mein Pulsschlägt ruhig, meine Hand ist kühl, mein Geist ist von Nichtsbeschwert, als von Sünde, mein Gedankengang ist geordnet, wiesonst auch. Entweder ist einem bösen Feind »erstattet, mich zuberücken, oder die Berichte des Paracelsus, des Cornelius Agrippaund Anderer, die von der Geheimwiffenschaft handeln, sind nichtgrundlos. — In der Krümmung des Thals! — Wohl möcht'ich ein zweites Zusammentreffen vermeiden; aber ich bin imDienst der Kirche begriffen, und die Pforten der Hölle sollenNichts über mich vermögen."
So ritt er fürbaß, aber mit Vorsicht und nicht ohne Be-sorgniß, denn er kannte weder die Weise, in welcher, — nochdie Stelle, an welcher sein Ritt durch seine unsichtbare Be-gleiterin wieder unterbrochen werden möchte. Er zog eine Meiledas Thal hinab ohne fernere Unterbrechung. Aber an der Stelle,wo der Bach sich plötzlich wendet und dem steilen Birg so nahekommt, daß kaum ein schmaler Weg für ein Pferd bleibt, warddas Maulthier wieder von denselben Symptomen des Schreckensheimgesucht, welche vorher seinen Gang unterbrochen hatten.Jetzt besser bekannt mit der Ursache seiner Stätigkeit, machteder Priester keine Anstrengung, es in Bewegung zu setzen, sondernwandte sich an den Gegenstand, welcher wie vorher seiner Meinungnach ihm den Weg versperrte, mit der, von der römischen Kirchefür solche Fälle vorgeschriebenen Bannformel.