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Mutter voll Entsetzen, besann sich aber sogleich, daß diese Aeu-ßerung dem wilden Burschen mißfallen dürfte, und beeilte sich,hinzuzufügcn, daß sie seit Simon's Tod keinen Speer oder Bogenoder sonstige tödtlichc Waffe sehen könne, ohne zu zittern.
„Puh!" cntgcgnete Ehristie, „Du solltest einen anderen Mannnehmen und Dir solche Possen aus dem Sinn schlagen. Wassagst Du zu so einem stattlichen Jungen, wie ich? hm! Dein al-ter Thurm da läßt sich schon verthcidigen und da herum fehlt'snicht an Klemmen und Felsen und Sümpfen und Dickichten,wenn einem scharf zu Leibe gegangen wird. Hier kann ein Mannwohnen und sein Dutzend Gesellen und eben so viel Wallachehalten und leben von dem, was ihm vor die Hand kommt, undDich lieb haben, Alte."
„Ach! Meister Ehristie," sprach die Hausfrau, „wie mögtIhr so zu einer hülflosen Frau reden, und der Tod ist obendreinim Hause!"
„Hülflose Frau! Hm! Ei gerade darum solltest Du einenGehülfen nehmen. Dein alter Freund ist todt — gut, so nimmstDu einen anderen, der ein Bischen dauerhafter ist und der nichtam Pips stirbt, wie ei» junges Huhn. Gewiß besser. —> —Kommt Dame, laßt mich einen Imbiß nehmen, und wir wollendavon weiter reden."
Obwohl Dame Elspeth wußte, von welchem Schlag derBursche war, so daß sie ihn verabscheute und fürchtete, konnte siedoch nicht umhin, zu dieser Anrede zu schmunzeln. Sie flüstertedem Subprior zu: „Man muß ihn um jeden Preis bei guterLaune zu halten suchen," und ging in den Thurm, dem Söldnerdie verlangte Speise vorzusetzen, hoffend durch ein gutes Wahlund durch ihre eignen Reize den Burschen in eine solche Stim-mung zu versetzen, daß der Wortwechsel zwischen ihm und Sr.Ehrwürden sich nicht erneuerte.