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Leichenschmaus dienen. Ich Hab' ihn in der oberen Klemme ge-lassen; er ist leicht kenntlich, mit der Scheere und mit demBrenneisen gezeichnet. Je geschwinder das Fell herunter ist —und er ist spcckfett — desto weniger Mühe habt Ihr mit ihm —verstanden? Gebt mir eine Metze Korn für meinen Gaul undRindfleisch und Bier für mich, denn ich muß in's Kloster, wie-wohl, der Mönch da könnte meine Botschaft ausrichten."
„Deine Botschaft, Du roher Gesell? ' sprach der Subprior,die Stirne runzelnd.
„Um Gottes willen!" rief die arme Dame Elendinning, zit-ternd bei dem Gedanken an einen Streit zwischen Beiden.—„Christic! es ist der Subprior— hochwürdigec Herr, es ist Chri-sti- von Clinthill, des gnädigen Herrn oberster Jackmann; Ihrwißt von solchen Leuten ist nicht viel zu erwarten."
„Ihr seid ein Diener des Freiherrn von Avenel?" sprach derMönch, „und redet so unziemlich zu einem Klosterbruder deSStiftes zu S. Marien, dem Euer Herr so viel Dank schuldig ist,"
„Er will Euer Haus noch mehr Dank verdienen lassen, HerrMönch, erwiderte der Gesell. „Dieweil er gehört hat, daß seineSchwägerin auf dem Todbett lag, hat er mich geschickt, demWater Abt und der Bruderschaft zu entbieten, daß er den Lei-chenschmaus in ihrem Kloster halten will und sich dazu einladetmit zwanzig Pferden und etlichen Freunden auf drei Lage unddrei Nächte — Speise für Roß und Mann auf Kosten des Stifts.Solches läßt er schuldiger Maßen vermelden, damit gebührlicheZurüstung bei Zeiten gemacht werde."
„Freund," sprach der Subprior, „bilde Dir nicht ein, daßich dem Pater Abt die Schmach anthun werde, eine solche Bot-schaft auszurichtcn. Meinst Du, die Güter der Kirche seien durchheilige Fürsten und fromme Herren, die jetzt todt sind, dazu ge-stiftet, um in Saus und Braus verpraßt zu werden von jedem