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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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kleinen Eifersüchteleien hatte sie dieselbe schon im Leben immerhochgeachtet; jetzt vergötterte sie ihre ehemalige Gesellschafterin,und konnte durchaus kein Lob finden, welches derselben nichtgebührt hätte.

Wenn auch die Freifrau für sich einzele Satzungen der ka-tholischen Kirche bezweifelt, wenn sie auch ihre Seele von demverderbten Kirchenthum ab und auf das Buch hingewandt hatte,welches die Grundlage des Cyrisicnthums bildet: so hatte sie dochstets regelmäßig di< Bräuche der Kirche beobachtet und ihre Zweifelnicht so weit getrieben, daß sic aus der Gemeinschaft derselbenausgetreten wäre. So war es überhaupt bei den ersten Refor-matoren, welche sich eine Zritlang bemühten, es nicht zu einerSpaltung kommen zu lassen, bis die Heftigkeit des Papstes dieseunvermeidlich machte.

Pater Eustachius horchte mit gespannter Aufmerksamkeit aufAlles, was ihn der Rechtgläubigkeit der Freifrau in de» wesent-lichsten Stücken versichern konnte. Er machte sich fortwährendbittere Vorwürfe, daß er nicht, anstatt das Gespräch mit DameGlendinning in die Länge zu ziehen, augenblicklich dahin geeiltwar, wo seine Gegenwart so sehr Roth thak.Wenn Du"sprach ec, zu der Leiche gewendet,nicht der schwersten Strafeder Anhänger falscher Lehren verfallen bist, wenn Du nur füreine Zeit zu büßen hast für Fehler, bei Leibeslcben begangen, wennDeine Schuld mehr in menschlicher Schwäche als in Todsünde be-liebt, o dann getroste Dich, daß Dein Verweilen am Orte derStrafe nicht lange dauern soll, dafern irgend Wachen, und Messen,und Büßungen und Kasteiungen meines Leibes, bis er dieser leb-losen Hülle gleicht, Deine Erlösung bewirken können. Die heiligeKirche, die fromme Stiftung, ja unsere gesegnete Schützerin sel-ber soll Fürbitte cinlegen für die, deren Jrrkhümcrn so viele Tugen-den zur Seite standen. Laß mich hier allein, Dame; hier an