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zerstreuen. Glühend von Eifer gegen ihren anmaßlichen Eingriffin's Pricsteramt — die Lesung der heiligen Schrift, — stellte ersich die Antworten vor, die eine Kctzersecle der Neuzeit einemPriester geben möchte, — dachte er sich die Wiederlegungen aus,welche den Widerspruchsgeist überwältigt dem Beichtvater zu Füßenlegen mußte, — die heilsame, aber ernste Ermahnung — die An-,drohung der Entziehung der letzten Tröstungen. Beschwören wollteer sie bei ihrer Seelen Seligkeit, ihm zu offenbaren, was sie vondem schwarzen Geheimniß der Einführung von Ketzerei in dieabgclegendstcn Orte des Grundgebictes der Kirche wüßte, — dieHelfershelfer zu nennen, welche gleichsam unsichtbar von Ort zuOrt schlichen, und im Stande wären, ein von der Kirche ver-botenes Buch wieder an den Ort zu bringen, von welchem es aufihr ausdrückliches Geheiß entfernt worden — jene Helfershelfer,welche, indem sie die frevelhafte Begier nach einer den Laien ver-botenen und nutzlosen Kenntniß weckten, dem Seclensischcr Anlaßgäben, seinen alten Köder — Ehrgeiz und Eitelkeit — auszuwerfen.
Ein großer Theil dieses Planes ward von dem guten Pateraufgegeben, als Elspeth zurückkehrte mit der Schürze vor demGesicht, ihre reichlich fließenden Thränen zu trocknen, und ihmeinen Wink gab, ihr zu folgen. „Wie?" sprach er, „ist sie ihremEnde schon so nahe? Nein, die Kirche darf nicht zerschmetternnoch zerschlagen, wo Trost noch möglich ist." Und, seine Polemikvergessend, eilte der gute Subprior nach dem kleinen Zimmer.Hier auf dem ärmlichen Lager, welches sie inne gehabt, seitdemihr Unglück sie in den Thurm von Glcndearg getrieben, hier hattedie Witkwe Walters von Avenel ihren Geist in die Hände ihresSchöpfers befohlen. „Mein Gott!" rief Eustach, „so hat dennmein unglückseliges Tändeln sie ohne die Tröstungen der Kircheverscheiden lassen. Seht zu, Dame, seht zu, ob nicht noch einLebensfunke da ist. Sollte sie nicht wieder zu sich gebracht werden