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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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geeignet sind.Hier," sprach er, auf die ringsumher zerstreutenBlätter blickend,hier liegen die Hoffnungen der frühren Jugend,zuerst aufgekeimt, um zuerst zu welken, so lieblich im Lenz undso verächtlich im Winter. Aber Ihr Zögerer," fuhr er fort, aufeine Gruppe von Buchen blickend, welche noch ihre welken Blättertrugen,Ihr seid die stolzen Plane des wagenden Mannesalters,später entwickelt und selbst im gereiftrren Alter noch fcstgehalten,das ihre Nichtigkeit einschcn muß! Nichts bleibt, Nichts dauert,ausgenommen das Laub der kräftigen Eiche, welches erst dannzum Vorschein kommt, wenn das Blätterwerk des übrigen Waldesschon sein halbes Leben durchgelebt hat. Eine verblichene Farbenur ist ihm geblieben, aber dies Zeichen der Lebenskraft, es dauertbis an's Ende. Möge es so mit Eustach sein! Oie zauberischenHoffnungen meiner Jugend Hab' ich unter die Füße getreten,wie diese raschelnden B,älter, auf die stolzeren Träume desManncsalters blick' ich zurück wie auf Luftschlösser, deren Prachtund Herrlichkeit längst vergangen ist; aber mein Klosterzelübde,das aufrichtige Versprechen, welches ich i» reiferem Alter abge-legt habe, das soll nicht zu Schande werden, so lange noch ir-gend Etwas von Eustach vorhanden ist. Gefahrvoll, schwach inseinen Wirkungen mag er sein, der stolze Entschluß, der Kirche,welcher ich angehöre, zu dienen und die sie bestürmenden Ketze-reien zu bekämpfen." So sprach oder dachte ein bei unvollkom-mener Einsicht eifriger Mann, der das Wesen des Christenthumsmit den übertriebenen unrechtmäßigen Ansprüchen der römischenKirche verwechselte, und seine Sache mit einer Wärme verthei-digte, die einer besseren würdig gewesen wäre.

Während er in diese Betrachtungen versunken dahin rittkam cs ihm mehr denn einmal vor, als sehe er vor sich eine Frauen-gestalt in weißer Kleidung mit klagender Geberde. Doch der Ein-druck war immer nur augenblicklich. Sobald er scharf nach der

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