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waren, und daß einige Brüder behaupteten, guten Grund zuhaben zu der Annahme, daß des Müllers schwarzäugige Tochterdoch am Ende hinter der ganzen Sache stecke. Welche Auslegungman aber auch gelten lassen wollte: darin stimmten Alle überein,daß die Geschichte zu spaßhaft klang, um sie ruchbar werden zulassen. Dcßhalb ward dem Küster bei seinem Gelübde des Gehor-sams auf-rlegt, nichts weiter von seiner Untertauchung zu erzählen,ein Gebot, welches er-, nachdem er einmal sein Herz durch Er-zählung seiner Geschichte erleichtert hatte, mit Freuden befolgte.
Die Aufmerksamkeit Eusta ch's ward viel weniger durch dieWundcrgcschichte des Küsters gefesselt, als durch dessen Angabein Betreff des Buches, welches er aus dem Thurm von Glcndeargmitgenommen hatte. Ein Abdruck der Bibel in der Landessprachehatte seinen Weg gefunden bis in das Grundgcbiet der Kirche,und war entdeckt worden in einer der verborgendstcn und ein-samsten Gegenden des Stiftes zu S. Marien.
Er verlangte angelegentlich das Buch zu sehen. Der Küsterkonnte ihm in diesem Stück nicht zu Willen sein, denn er hatte dasBuch verloren, so viel er sich erinnerte, in dem Augenblick, wo dasseiner Ansicht nach übernatürliche Wesen von ihm schied. PaterEustachius begab sich in eigner Person an Ort und Stelle und suchteringsum nach; allein leine Mühe war vergeblich. Er kehrte zu demAbt zurück, und meldete, cs müsse in den Fluß oder in den Mühl-graben gefallen sein; „denn," setzte er hinzu, „ich kann nichtwohl glauben, daß Pater Philipp's musikalische Freundin miteinem Abdruck der heiligen Schrift davon geflogen sein sollte.
„Da es eine ketzerische Ucbersetzung ist," cntgegnetc der Abt„so ließe sich wohl annehmen, daß Satan Macht darüber hätte."
„Freilich," bemerkte Eusiach, „ist sie sein Hauptzeughaus,wenn er vermessene und kecke Menschen antreibt, ihre eignen Mei-nungen und Erklärungen des Wortes Gottes bekannt zu machen