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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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durch den Druck seines rechten Beines und durch Anziehen deslinken Zügels seinem Maulthicr eine solche Stellung zu geben, mit der Seite nach dem Fluß hin, daß die Dame bequemaufsteigcn könnte, machte diese eine wunderbar schnelle Bewegungund saß mit einem Sprung hinter dem Mönch, fester als er. DasMaulthicr schien mit der doppelten Bürde gar nicht zufrieden zusein, bäumte sich, bockte und würde bald den Pater vorüber ab-gcworfen haben, Härte die Jungfrau ihn nicht mit fester Handim Sattel gehalten.

Endlich änderte das störrige Thier seine Laune, und wie eserst sich geweigert hatte, von der Stelle zu gehn, so streckte esjetzt die Nase heimwärts und stürzte sich im schnellsten Trab indie Furt. Ein neuer Schrecken kam über den Mönch: die Furtschien ungewöhnlich tief zu sein; das Wasser wirbelte stark umden Hals des Thieres und ging hoch an seinen Seiten herauf.Philipp verlor die Geistesgegenwart, die er überhaupt nicht inhohem Grade besaß; das Maulthier überließ sich der Gewalt dcSStromes, trieb, da der Reiter unterließ ihm die Richtung auf-wärts zu geben, den Fluß hinab, verlor die Furt und den Grundund fing an stromabwärts zu schwimmen. Und was ganz sonder-bar war i» demselben Augenblick, wo die Gefahr auf's Aeu-ßcrste stieg, sing die Jungfer an zu singen und vermehrtewenn dies überhaupt möglich war, damit noch die Seelenangstdes würdigen Küsters:

Lustig wir schwimmen, der Mond scheint hell.

Es tanzen im Lichte der Strom und die Well'.

Den Schildreiher haben wir matt gemacht

Durch unser Geplätscher in stiller Nacht

Bei dem Eichbaum mit leinen Zweigen so grün,

Deren Schatten im Wasser hüpft her und hin.

Der Reiher sprach:Wer stört meine Brut?

Noch vor Tag meinen Schnabel soll röthen sein Blut.