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und die Augen auf den Fluß heftend. Der Mönch war erstaunt,hier zu dieser Zeit der Nacht ein weibliches Wese» zu finden.Aber er war in allen Ehren — ob auch einen Schritt weiter,das überlaß ich seinem Gewisse» — ein ergebener Schildknechtder Damen. Nachdem er die Jungfrau einen Augenblick betrachtethalte, während sie ihn gar nicht zu bemerken schien, ward erdurch ihre Roth gerührt und fühlte sich geneigt, ihr seinen Bei-stand anzubieten. „Fräulein," sprach er, „Du scheinst in ab-sonderlicher Noth zu sein; vielleicht hat Die der ungeschlachteWärter, gleich mir, den Ucbergang über die Brücke versagt, undDu mußt vielleicht hinüber, um ein Gelübde zu erfüllen odersonst ein wichtiges Geschäft zu verrichten."
Die Jungfrau gab einige undeutliche Laute von sich, blicktenach dem Fluß und dann dem Küster in's Gesicht. Diesem kamin diesem Augenblicke der Gedanke bei, daß ein hochländischerHäuptling seit einiger Zeit im Kloster erwartet wurde, wo er einGelübde lösen wollte, und daß vielleicht diese schöne Jungfrau zuseiner Familie gehören möchte, etwa einem Gelübde zufolge alleinreisend, oder durch Zufall zurückgelassen. Billig und klug mußtees ihm dünken, einer solchen Person alle mögliche Artigkeit zu er-weisen, zumal da sie mit der Sprache des Niederlandcs nicht be-kannt zu fein schien. Solches war wenigstens der Grund, den derKüster später für sein Benehmen angab; ob er noch einen anderenhatte, muß nochmals seinem Gewissen überlassen bleiben.
Sich der Zeichensprache, als der alten Völkern gemeinsamen,bedienend, deutete der bedächtige Küster erst auf den Fluß, dannauf das Kreuz seines Maulthicrs und machte dann, so anmuthigals er konnte, ein Zeichen, daß die einsame Schöne hinter ihmaulsitzcn möge. Sie schien ihn zu verstehen, denn sie erhob sich,als wollte sie seiner Einladung folgen. Während der Mönch,der, wie bereits angedeulet, kein großer Reiter war, sich bemühte,