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es aber in späteren Zähren selten anders geübt, als in diesemBuch, welches ihre ganze Bibliothek ausmachtc. Die Familiehorchte zu und dachte, es sei etwas Gutes, welches anzuhörenverdienstlich sei, möchte man es verstehen ooer nicht. IhrerTochter wollte Alice von Arenel das Geheimniß vollständigermittheilcn, doch mit der gehörigen Lorsichl, denn der Besitz derKenntniß war damals mit Gefahr verknüpft.
Der Lärm der spielenden Kinder unterbrach von Zeit zuZeit den Vortrag der Freifrau und zog den Schuldigen dieStrafecken von Dame Elspeth zu.
„Könnten sic nicht ein Feld weiter gehn, wenn sie ein solchesGetöse machen müssen, daß man die guten Worte der gnädigenFrau nicht hört." Und die Zurechtweisung ward begleitet mitder Drohung, die ganze Sippschaft zu Bett zu schicken, wennsie nicht pünktlich gehorchte. Zn Folge dieser Weisung spieltendie Kinder erst etwas weiter von den Altcn weg und mit wenigerGeräusch, und als ihnen der Zwang zu lästig ward, singen siean, in die anstoßenden Gemächer hinüberzuschweifen. Auf einmalaber kamen die beiden Knaben mit offenem Mund in den Saalund berichteten, in der Speisekammer sei ein Geharnischter.
„Das muß Christie von Clinthill sein," sprach Martin auf-stehend. „Was kann ihn um diese Zeit hierher geführt haben?"
„Und wie soll er hercingekommen sein?" fragte Elspeth.
„Ach! was mag er suchen?" sprach Frau von Avenel, welchediesen, zum Gefolge ihres Schwagers gehörenden Mann wohlkannte, da er zuweilen dessen Botschaften in Glendearg ausrichtete.Unheimliche Gedanken stiegen in ihr auf. „Gnädiger Gott!"rief sie aufspringend, „wo ist mein Kind?" Alles lief nach derSpeisekammer, der zwölfjährige Halbert mit einem rostigen Schwertbewaffnet, die Kleinere mit dem Buch der Freifrau. An derThür der Kammer erblickten sie zu ihrer Beruhigung das Mädchen.