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zu verabreichen, welche sie gern mit ihr gethcilt hatten. Einigeenglische Streifer hatten die wenigen Schaafe, welche den erstenNachsuchungen ihrer Habgier entgangen waren, ausfindig gemachtund weggetricben, so auch die zwei Kühe, welche fast allein derFamilie ihren Unterhalt geliefert hatten. Die Armen sahen sichunmittelbar von Hungersnolh bedroht.
„Wir sind zu Grund gerichtet, am Bettelstab, ganz undgar," sprach händeringend Marlin, der alte Schäfer: „die Diebe,die Diebe, die Diebe, die Strauchdiebe! Nicht eine Klaue übrigvon der ganzen Heerde!"
„Ach!" sagte sein Weib; „wie das arme Grauchen und dasDickchen die Köpfe umwandten nach dem Stall und brüllten,während die hartherzigen Spitzbuben sie mit ihren Spießen fort-trieben!"
„Es waren ihrer nur vier," sing Martin an; „es war eineZeit wo ihrer vierzig es nicht fertig gebracht hätten. Aber unsereKraft und Mannheit ist dahin mit unserem armen Herrn."
„Um des heiligen Kreuzes willen, still, Mann!" die gnädigeFrau ist schon halb hin, wie Du am Zucken ihres Augenlicdcssehen kannst; noch ein Wort weiter, und sie ist des Todes."
„Ich wünschte fast, wir wären Alle hin," sprach Martin;„Rath zu schaffen geht über meinen armen Verstand hinaus.Wegen meiner und wegen Dir, Tibb, mach' ich mir wenig Sorgen;wir können uns durchschlagen, arbeiten und entbehren; wirkönnen Beides, aber sie kann Keines von Beiden."
Sie erwogen so ihre Lage offen, von der Freifrau überzeugtdurch ihre Blässe, ihre zitternde Lippe und ihren starren Blick»daß sie weder hörte noch verstand, was sie sagten.
„Ein Ausweg ist," sprach der Schäfer, „aber ich weiß nicht,ob sie sich dazu verstehen kann. Da ist Simon Glendinning'sWittwe dort in der Schlucht, die hat Schutz erlangt von den