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sinnes, durch welchen sich dies Volk so oft ausgezeichnet hat.Als Elspeth Brydonc ein Dutzend Reiter die Schlucht hcrauf-kommcn sah mit einem an der Spitze, dessen Scharlachmantel,glänzende Rüstung und wallende Feder ihn als den Anführer be-zeichnete, wußte lie sich keinen bessern Rath, als aus dem eisernenGittcrthor herauszutreten, gehüllt in einen langen Trauerschleier,an jeder Hand einen ihrer Söhne, dem Engländer entgegcnzu-gchen, ihre hülflose Lage zu schildern, den kleinen Thurm zuseiner Verfügung zu stellen und um Gnade zu bitten. Sie drückteihre Gedanken in kurzen Worten aus uud fügte hinzu: „Ichunterwerfe mich, weil ich keine Mittel habe, Widerstand zu leisten."
„Und aus demselben Grunde verlange ich Eure Unterwer-fung nicht," engegnete der Engländer. „Alles, was ich begehre,ist, Eurer friedlichen Gesinnungen sicher zu sein; nach dem, wasIhr mir sagt, ist nicht daran zu zweifeln."
„Genießt wenigstens," sprach Elspeth Brydone, „Etwas vondem, was Küche und Scheuer bei uns vermag. Euere Rossesind erschöpft, Eure Leute bedürfen Stärkung."
„Nicht das Geringste!" versetzte der ehrenhafte Engländer.„Nie soll es heißen, daß wir mit Zechen die Wittwe eines bravenKriegers gestört haben, während sie um ihren Gatten trauerte.— Kameraden, rechts um kehrt! — doch halt!" sprach er, seinStreitroß anhaltend, „meine Leute sind nach jeder Richtung hinausgerittcn; sie müssen ein Wahrzeichen haben, daß Euch vonmir Schutz zugesagt ist. — Hier, kleiner Bursch," sagte er zudem ältere» Knaben, welcher etwa neun oder zehn Jahre altsein mochte,— „leih' mir Deine Mütze."
Das Kind wurde roth, zog ein finsteres Gesicht und zögerte.Der Mutter gelang es endlich mit manchem „Pfui!" und „Ogeh!" und andern dergleichen sanften Scheltworten, wie sie zärt-