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Die Schotten hätten in diesem, wie in allen ihren Kriegen,mehr eines guten und behutsamen Führers, als einer besonder»Aufregung bedurft. Ihr stürmischer Muth riß sie fort zum Kampf,ohne die gebührende Erwägung ihrer Lage oder der ihrer Feinde,und der unvermeidliche Erfolg war, daß sic besiegt wurden. Vondem Gemetzel bei Pinkie haben wir hier weiter Nichts zu sagen,als daß unter den Lausenden von hohem und niederem Rang,welche dort sielen, auch Simon Glendinning vom Thurm vonGlendearg den Tod fand, nicht unwürdig feines alten Stammes.
Als die Trauerbotschaft, welche Schrecken und Jammer inganz Schottland verbreitete, im Thurm von Glendearg eintraf,befand sich Simon's Wittwe, Elspeth Brydone allein in der ein-samen Wohnung mit zwei alkerschwachen Leibeignen und denhülflosen Witlwen und Waisen derer, welche mit ihrem Herrngefallen waren. Der Jammer war allgemein, Trost nirgends.Die Mönche, Obcrherren und Beschützer der Unglücklichen, wurdenaus ihrer Abtei vertrieben, die englischen Scbaaren durchzogendas Land und erzwangen wenigstens eine scheinbare Unterwer-fung. Der Protektor Sommcrset bezog ein festes Lager auf denTrümmern von Roxburgh und brandschatzte das Land. Wider-stand war unmöglich. Den wenigen Landhcrren, deren Stolzselbst den Schein der Unterwerfung verschmähte, blieb Nichtsübrig, als sich in die unzugänglichen Wildniße zurückzuziehenund ihre Häuser und Güter dem Zorn der Engländer Preis zugeben. Der Abt mit seinen Mönchen hatte sich über den Forthgeflüchtet; seine Ländereien wurden besonders hart mitgenommen,da man ihn und die Seinen der Verbindung mit England be-sonders abhold glaubte.
Unter den hiezu verwandten Truppen befand sich eine kleineAbtheilung, angeführt von Stawarth Bolton, einem englischenHauptmann voll des biederen Muthcs und anspruchloscn Edel-