Druckschrift 
3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
215
Einzelbild herunterladen
 

215

gebissenen Zähnen;du hast, wie deinen Vater, auch deinenSohn gemordet!"

Meinen Sohn! Welchen Sohn? Was meint Ihr? Mor-daunt ist Euer Sohn Euer einziger Sohn!" rief Norna ans.Ist er es nicht sagt mir schnell ist er es nicht?"

Mordannt ist allerdings mein Sohn," sagte Mertonn,wenigstens sprechen ihn die Gesetze mir zu aber, ach unglück-liche Ulla, Cleveland ist dein Sohn so gut, als der wei-nige Blut von unserem Blut, Bein von unserem Bein, undwenn du ihn dem Tode geweihct hast, so will ich mein elendesLeben mit ihm enden!"

Halt', bleib' beruhige dich, Vaughan!" sagte Norna,ich bin noch nicht überwältigt beweise mir nur, daß das,was du sagst, wahr ist, und ich will Hilfe schaffen, und wennich dieHölle empvrrufen sollte! Aber beweise die Wahrheitdeiner Worte, sonst kann ich ihnen keinen Glauben schenken "

Du helfen, elendes, dünkelvolles Weib? Wozu haben dirdeine Zusammenstellungen deine Listen die Taschenspielereides Wahnsinnes der bloße Betrug der Geistesverwirrungwozu hat dir das Alles genützt? Und doch will ich mit dir,wie mit einer Vernünftigen reden; ja, ich will deine Machtzugeben höre denn, Ulla, die Beweise, welche du verlangst,und finde ein Mittel aus, wenn du kannst."

Als ich von Orkney entfloh," fuhr er nach einer Pausefort,es ist jetzt fünfundzwanzig Jahre her nahm ich dasltnglückliche Wesen mit, dem du das Leben gegeben hattest.Einer deiner Verwandten sandte es mir zu, mit der Nachrichtvon deiner Krankheit, welcher bald die allgemein geglaubteSage von deinem Tode folgte. Ich brauche nicht zu erzählen,in welchem Jammer ich Europa verließ. Ich fand einen Zu-fluchtsort auf Hispaniola, wo eine schöne junge Spanierin das