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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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gegen ihn werden wollte. Obgleich er also dem Anscheine nachziemlich viel Freiheit halte, wurde er doch scharf von wohlbe-waffneten und ausdrücklich dazu ernannten Leute» bewacht,welche den Befehl hatten, ihn mit Gewalt znrückzuhalten,wenn er die Grenzen z» überschreiten wagen sollte, welche ihmvorgeschrieben waren. Man hatte ihm ein festes Zimmer in demsogenannten königlichen Castell zur Wohnung angewiesen, undwährend der Nacht wurde die Thür seines Gemaches von außenverschlossen, und eine starke Wache davor gestellt, um seinEntweichen zu verhindern. Er genoß also nur des Gradesvon Freiheit, den die Kahe bei ihrem grausamen Spiele zu-weilen der Maus vergönnt, welche sie in ihren Klauen hat,und doch war die Furcht vor den Hülfsquellen, dem Mutheund der Wildheit des Piraten-Capitains so groß, daß derZolleinnehmer und mehrere andere weise Bürger von Kirkwallden Bürgermeister tadelten, daß er den Gefangenen überhauptfrei herumgehcn lasse.

Man kann leicdt denken, daß Clevcland unter diesen Um-ständen keine große Sehnsucht hatte, irgend einen öffentlichenVersammlungsort zu besuchen, da er wußte, daß er der Gegen-stand eines gemischten Gefühles von Neugier und Schreckensei. Sein Lieblingsspaziergang war deßwegen der in denäußeren Seitengängen der Sanet Magnus-Kathedrale, vonwelcher nur das östliche Ende zum Gottesdienste eingerichtetist. Dieses ehrwürdige alte Gebäude hat, nachdem es denZerstörungen entgangen, welche die ersten Bewegungen derReformation begleiteten, noch immer einen äußeren Scheinbischöflicher Würde behalten. Der Play zum Gottesdienstewird durch eine Halbwand von dem Schiffe und dem westli-chen Krenzflügel geschieden, und das Ganze wird in einerReinlichkeit und in einem Anstande erhalten, welche den stolzen