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„Ihr könnt immer böse auf mich sein, meine schöne jungeDame," sagte der gutmüthige Bürgermeister Torfe, „aber ichkann Euch nicht zürnen. Die Sanct Magnus-Kirche hat schonmanches Jahr gestanden, und wird wahrscheinlich mich undEuch, und noch wahrscheinlicher jenen Haufen »»gehangenerHunde überleben. Ungerechnet, daß Euer Vater ein halberOrkney-Insulaner ist, und sowohl Güter als Freunde unteruns hat, würde ich, auf mein Wort, für einen Shetländer inNoth so viel als für irgend Jemand thun, einen von unser»eingebornen Kirkwallern ausgenommen, welche natürlich denVorzug haben. Und wenn Ihr hier bei meiner Frau und mirwohnen wollt, — setzte er hinzu — so wollen wir Euch be-weisen, daß Ihr in Kirkwall eben so willkommen seid, alsIhr in Lerwick oder Scalloway nur sein könnt."
Minna würdigte diese gutmüthige Einladung keiner Ant-wort, Brenda aber lehnte sie höflich ab, indem sie die Noth-wendigkeit vorschützte, bei einer Verwandten, einer reichenWittwe in Kirkwall, abzutrcten, die sie bereits erwartete.
Haicro wagte noch einen Versuch, den Bürgermeister vonseinem Entschlüsse abzubringen, fand ihn aber unerbittlich. DerZolleinuehmer habe bereits gedroht, sagte er, ihn anzuzeigen,weil er, wie er sich ausdrücktc, mit diese» Fremden unter einerDecke steckte, obgleich dieß damals das einzige Mittel zu seinschien, blutige Händel in der Stadt zu vermeiden; sollte eraber fetzt die Gelegenheit vorübergeken lassen, welche die Ge-fangennehmung Clevelands und die Entweichung des Verwal-ters darböte, so dürfte er sich wohl noch etwas Aergercm, alseinem bloßen Verweise, ausschen. Dabei kam es denn immerdarauf hinaus, daß es ihm herzlich leid um de» Udallar, ja so-gar um den Burschen, den Cleveland thue, der noch einige Fun-ken von Ehre in sich habe, daß ihm aber die Pflicht gebiete, und