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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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Allein ich dachte an Brenda," sagte Mordannt,an dieich jeyt denke und immer denken werde."

Unmöglich, mein Sohn!" erwiderte Norna,Du kannstdoch nicht so herzensleer, so geistesarm sein, die flache Fröhlich-keit und Hausfrauen-Tinfalt der jünger» Schwester dem tiefenGefühl und erhabenen Geiste der hochflnnigcn Minna vorzu-ziehen? Wer würde das niedrige Veilchen pflücken wollen,wenn er nach der Rose nur die Hand ausznstrecke» braucht?"

Viele halten die dcmüthige Blume für die angenehmste,"erwiderte Mordannt,und bei dem Glauben will auch ichleben und sterben."

Wage nicht, mir das zn sagen," antwortete Norna gebie-terisch, ankerte aber sogleich ihren Ton, und fuhr nnn, liebe-voll seine Hand ergreifend fort:Dn darfst, du wirst mirdas nicht sagen, mein Sohn; du wirst einer Mutter Herz nichtin dem ersten Augenblicke brechen wollen, wo sie ihr Kindumarmte! Nein, antworte nicht, sondern köre mich. Du mußtMinna Helrathen. Ich habe einen verhängnißvollen Zauberum ihren Hals geschlungen, auf welchem euer Beider Glückberuht. Das Wirken meines Lebens hatte seit Jahren dieseRichtung. So muß es sein, und nicht anders: Minna mußdie Braut meines Sohnes werden!"

Aber ist Euch Brenda nicht eben so nah, eben so theuer?"erwiderte Mordannt.

«Eben so nah verwandt durch :das Blut, aber nicht zurHalste so nahe, so theuer, durch Neigung. Minna's wilder,doch hoher und gedankenvoller Geist, macht sie zn einer paf-fenden Gefährtin für Jemand, dessen Wege, wie die meinigen,über die gewöhnlichen Pfade dieser Welt hinansgchen. Brendaist ein Geschöpf aus dem gemeinen, alltäglichen Leben, eineeitle Lachcrin und Spötterin, welche gern die Kunst auf gleiche