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Die ruhige, gefaßte Weise, mit welcher Norna das Allesanseinandersetzte, fing bei Mordaunt allmählig an, den Glau-ben an das, was sie sagte, zu erwecken, und in der Thatfugte sie so manche Umstände hinzu, die genügend und wohl-begründet in Verbindung standen, baß die Ansicht, als sei ihreErzählung nur eine Vorspiegelung des Wahnsinns, der sich zu-weilen in ihren Reden und Handlungen zeigte, allmählig zuschwinden schien, tausend verworrene Gedanken beschäftigtenseinen Geist, wenn er es sich als möglich dachte, daß die Un-glückliche, welche jetzt vor ihm stand, wirklich ein Recht hätte,von ihm die Ehrfurcht und Liebe zu fordern, welche einer Mut-ter von einem Sohne gebührt. Er konnte dieser Gefühle nurdadurch Herr werden, daß er seine Gedanke» auf einen zwarverschiedenen, aber für ihn nicht weniger wichtigen Gegenstandrichtete, und für jetzt nur beschloß, wo möglich zu weitererUntersuchung und reiflicherer Ueberlegung, Zeit zu gewinnen,ehe er die Ansprüche verwürfe oder cinränmte, welche Nornaan seine Liebe und Ergebenheit machte. Auf jeden Fall warsie indeß seine Wohlthäterin, und er konnte keinen Jrrthnmbegehen, wenn er ihr, als einer solchen, die Ehrfurcht undAufmerksamkeit bewies, welche ein Sohn einer Mutter schuldigist; so durfte er also Norna's Anforderungen genügen, ohnemit sich selbst in Streit zu gerathen.
„Und glaubt Ihr den» wirklich, Mutter (weil ich Euch dochso nennen soll)," sagte Mordaunt, „daß der stolze MagnusTroil sich durch irgend Etwas dazu bewegen lassen wird, denUnwille» aufzngeben, den er in der letzten Zeit gegen michgenährt hat, und mir zu »erstatten, mich um seine TochterBrenda zu bewerben?"
„Brenda?" widerholte Norna. „Wer spricht von Brenda?Minna war es, von der ich mit dir sprach."