Mordaunt, „wenn du glaubst, daß^ich deiner Gesellschaft über-drüssig sei; allein ich habe Pflichten, welche mich zu meinergewöhnlichen Lebensweise zurückrufen."
„Pflichten!" widerholte Nvrna; „und welche Pflichten kön-nen der Dankbarkeit, die du mir schuldig bist, Vorgehen? —Pflichte»! Deine Gedanke» richten sich ans weiter nichts, alswie du deine Flinte gebrauchen, oder zwischen den Felsen nachSeevvgeln nmherklctter» kannst. Diesen Anstrengungen istdeine Kraft jetzt noch nicht gewachsen, und doch sind es diePflichte», zu denen du so gern zurückkchren mochtest?"
„Nein, meine gute und wohlwollende Herrin," sagte Mor-daunt; — „doch, um eine Pflicht zu nennen, welche mir untermehreren ander» gebietet, dich zu verlassen, wirst du mir er-lauben, die eines Sohnes gegen seinen Vater zu erwähnen."
„Gegen deinen Vater?" sagte Norna, mit einem Geläch-ter, welches beinahe etwas Wahnsinniges an sich hatte. „O!du weißt nicht, wie wir, ans diesen Inseln, Pflichten der Artans einmal abzustreifen wissen! Und, was deinen Vater be-trifft," fügte sic ruhiger hinzu, „was bat er für dich gethan,die Achtung und Pflichttreue zu verdienen, von der du sprichst?Ist er es nicht, der dich, wie dn mir schon seit längerer Zeiterzähltest, so viele Jahre lang ärmlich unter Fremden ließ,ohne sich nur ein einziges Mal zu erkundige», ob du lebtestoder todt wärest, und mir von Zeit zu Zeit dir Unterstützungsandte, wie man einem Aussätzigen aus der Entfernung Al-mosen zuwirst. Und als er dich, in späteren Jahren, zumGefährten seines Elends machte, war er da nicht wechscls-weise dein Zuchtmeistcr oder dein Quälgeist, aber nie, Mor-daunt, dein Vater?"
„Was du sagst, ist nicht ganz unwahr," erwiderte Mor-daunt, „mein Vater ist nicht zärtlich, aber er ist und war immer