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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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ab, wie saftloses Seegras in beißcr Sonne, unsere besserenLebenslage sind dahin, und was übrig bleibt, ist nur derTraum verlorenen Glückes, oder die Furcht vor unvermeidli-chem Nebel. Aber die Reimkennar muß an ihr Werk gehencs ist gut, daß ich die Mittel dazu vorbereitet habe."

Mit diesen Worten warf sic ihren langen, dunkelfarbigenMantel ab, und stand nun in ihrem kurzen Mieder von blauemWadmaal da, mit einem Hemde von demselben Stoffe, dasphantastisch mit schwarzem Sammet beseht und um die Hüftemit einer Kette, oder einem Gürtel von Silber, in sonderbareZeichen geformt, gegürtet. Norna löste zunächst das Band,welches ihr graues Haar zusammenhielt, und schüttelte cs wildum sich her, so daß es in reicher Fülle über ihr Gesicht undauf ihre Schultern wallte, und ihre Züge beinahe ganz ver-deckte. Daun setzte sie einen kleinen Schmelztiegel auf dasKohlenbecken, goß einige Tropfen aus einer Phiole auf dieKohlen, deutete mit ihrem welken Zeigefinger, den sic vorhermit einer Flüssigkeit aus einer andern Flasche befeuchtet hatte,darauf hi», und sagte:Feuer, ihn'deine Pflicht!" Und kaumwaren diese Worte ausgesprochen, als, wahrscheinlich durch eineden Zuschauern unbekannte chemische Zusammensetzung, dieKohlen unter dem Schmelztiegel langsam zu glimmen anfingcn,während Norna, wie über den Verzug ungeduldig, ihr auf-gelöstes Haar hastig zurückwarf, und indem die Funken undder rothe Schein des Feuers ihr Gesicht erhellten, und ihreAugen zwischen ihren Locken, wie die eines wilden Thicresaus seinem Bau hervorblitzten, heftig blies, bis das Ganze ineiner gewaltigen Gluth loderte. Jetzt hielt sie einen Augen-blick an, murmelte vor sich hin, daß dem Elcmentargeist Dankgebühre, und sprach in ihrer gewöhnlichen eintönigen, aberwilden Gesangswcise, folgende Verse: