Gewaltiger. der furchtbar herrscht, voll Grau'n,
Mit deinem Purpursiügel stolz zu schau'n,
Der du den Stürmen selbst aus Norden auchZu steh'n gebietest nur mit leisem Hauch;
Der du der kleinen Hütte Schutz verleihst,
Wenn den Palast voll Zorn dein Flug umkreist;
Der Erde Geister hören deine Worte:
Dir dankr auch Norna jetzr an diesem Orte!
Dann nahm sic cincn Theil von dein kleinern Stücke Blei,welches auf dem Tische lag, ließ cs in dem Schmelztiegcl, mitHülfe der glühenden Kohlen schmelzen, und sang wahrenddessen:
Du, Erde, sollst von Norna Dank cmpfahn,
Für Alles, was sie har durch dich gethan!
Dem Busen nährt, was lebr und arymer hier,
Und was wir haben, haben wir von dir,
Diest zaubermächr'ge Blei gab nur dein Schooß,
DaS aus dem Grab* ich nahm, nicht fchreckenlos.
In deinen Schoost, v Erde, sei'S auf's Neu* gebracht,
Daß, Mutter, sich bewähre deine Macht!
Hierauf goß sie aus dem Kruge etwas Wasser in einengroßen Becher oder Trinkgefclß, und sang, indem sie das Ganzelangsam mit dem Ende ihres Stabes »mrührte:
Beschirmer uns'rer Inseln, GeistDer Fluth, der du Gehör mir leibst,
An fremden Küsten hast du Macht,
Wenn deine Wog' an ihnen kracht;
Doch uns're Felswand widersteht,
Wo deine Macht zu Ende gehr.
Begünst'ge nun. was Norna schafft,
Stark' ihres Zaubersauges Kraft.
Endlich nahm sie mit einer Zange den Tiegel vom Kohlen-fener, goß das seht geschmolzene Blei in die Schale mit Was-ser, und sang dabei: