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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
195
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Dir frommt nickt, was ich hier fand,

Fluche drum nicht meiner Hand.

So viel, Wackrer, laß ich dir,

Dein Gebein zu schützen hier.

Wohl, ich trenne mit dem Stahl

AlS am Leben du einmal,

Warst d» nicht so ruhig, wieIn der Todkenhülle hie!

Magst du wachen, magst du ruh'n,.

Dieses härmt mich wenig nun.

Ist doch, was ich suche mein,

Wie eS einst gewesen dein!

Dank' dir, Nibolt, auch das MeerTose wild nicht zu dir her.

Nuhig zieh' c« an den Strand,

Stör' nicht deines Grabes Sand.

Nibolt Dank; sei unverletzt,

Wenn der Sturm die Wolken hetzt;lieber deiner stillen GruftStürme tobend nicht die Luft.

Sieh, wie Norna voll VerdrußAsngstlich späh'n und lauschen mußiIst sie doch bei aller MachtZur Verzweiflung fast gebracht.

Doch der Muth weicht nicht von ihr,

Bei dem Leben schwör' ich'S dir.

Und so zürne du ihr nie,

Sucht ste Schlitz und Schiri» sich hie!

Während Norna. den ersten Theil dieser Reime sang, ent-blößte sie einen Theil von dem bleiernen Sarge des Kriegers,und löste mit vieler Behutsamkeit und anscheinender Ehrfurchteinen Theil des Bleies davon ab- Hierauf bedeckte sie denSarg andächtig wieder mit Sand, und als sie ihren Gesanggeendet hatte, war von der Verletzung der Geheimnisse desGrabes keine Spur mehr zu bemerken.

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