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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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Sie stand neben einem rohen Denkmale, dessen eine Seiteden groben Umriß eines Ritters z» Pferde darstelltc, währendauf der andern ein Schild mit dem Wappen zu sehen war, aberso verwischt, daß man es nicht mehr erkennen konnte; dieß Wap-penschild war in einen schiefen Winkel gestellt, gegen die neuereSitte, nach der es gewöhnlich gerade anfgerichtet steht. AmFnße dieser Sänke sollten, wie Mcrtoun früher gehört hatte, dieGebeine Ribolt Troils ruhen, eines der frühesten Vorfahrenvon Magnus, der sich im fünfzehnten Jahrhunderte durch vielekühne Thaten ausgezeichnet hatte. Norna von Fitful-Head schienbemüht, von dem Grabe dieses Kriegers den Sand wegzuschaufeln,eine geringe Mühe, wo er so leicht und locker lag; es schien da-her, daß sie in kurzer Zeit das vollendet haben würde, wasdie rauhen Winde begonnen hatten, und daß bald die Gebeineentblößt sein würden, welche hier begraben lagen. Währendsie so arbeitete, summte sie ihren Zaubergesang vor sich hin,denn ohne die runischen Reim« wurde nie eine Handlung des nor-dischen Aberglaubens verrichtet. Wir haben vielleicht schon zuviele Proben dieser Zauberverse gegeben, allein wir könnendoch nicht umhin, auch noch die folgenden zu übersehen:

Krieger, welchen manche Schlacht,

Mancher Sleg berühmt gemacht,

Asche, Stand nur und GesteinDeeken hier nun dein Gebein.

Hältst in deines Lebens FristNicht die Bärenhaut gemißt.

Jeht nimmt dir ein Weib, ein Kind,

Was dich kaum beschützt vor'm Wind.

Krieger, zürne du nicht mir,

Schätze such' ich ja nicht hier!

Nicht in frefelhaftem MuthNehm' ich weg, was auf dir ruht-