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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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heimlich nach der alten Kirche kamen, dort ihre Schuhe undStrümpfe am Eingänge des Kirchhofes austvgen, und drei-mal um die Kirche gingen, wohl weislich, daß es nach demLaufe der Sonne geschah.

War der Umgang zum dritten Male vollendet, so warfder Opfernde seine Spende, gewöhnlich eine kleine Silber-münze, zwischen den steinernen Posten eines lanzettförmigenFensters hindurch, welches auf einen Seitengang ging, nndbegab sich dann hinweg, ohne sich eher umzusehen, als bis eraußerhalb der Gränzen dieses einst heiligen Bodens war; dennes war ein allgemeiner Glaube, daß das Gerippe des Heiligendie Gabe in seiner knöchernen Hand empfange, nnd seinengräßlichen Todtenschädel an dem Fenster zeige, durch welchessie geworfen worden.

Für schwache nnd einfältige Gemüther erhielt der Ort da-durch noch etwas ganz besonders Schrecken-Erregendes, daß diestürmischen, wirbelnde» Winde, welche auf der einen Seiteder Kirche die Trümmer im Sande zu begraben drohten, undin der That, diesen schon in so großer Menge angehäuft hat-ten, daß die Seitenmauer mit ihren Strebepfeilern dadurchbeinahe ganz verdeckt wurde, die Gräber derer, welche ihrenlangen Schlaf auf der südöstlichen Seite schliefen, gänzlich ent-blößen zu wollen schienen; denn nach einem ungewöhnlich hef-tigen Wehen dieser Winde geschah es wohl, daß die Särge,ja zuweilen selbst die Gerippe derer, welche ohne die gewöhn-lichen Umhüllungen beerdigt worden waren, auf eine gräßlicheWeife den Augen der Lebenden bloß gestellt blieben.

Zn diesem einsamen Verehrnngsorte begab sich nun derältere Mertoun, obgleich ohne irgend eine der religiösen oderabergläubischen Absichten, mit der man sich gewöhnlich derSanct Ri'nganS-Kirche näherte. Er theilte keine von den