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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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das Handgemenge z» enden schien, das furchtbare Anzeichen,woraus sich schließen ließ, daß der Sieger den leblose» Körperseines Opfers hinweggetragcn Alles schien darauf hinzu-denten, daß der Kampf mit einer unglücklichen Begebenheitendete.Und wer von den Unglücklichen war gefallen? Werhatte ein blutiges Ende gefunden? Wer hatte den furchtbarenund blutigen Sieg davon getragen?" Dicß waren Fragen,worauf die leise Stimme der inneren Uebcrzcugung antwortete,daß ihr Geliebter, Clcveland, nach Charakter, Gemüth undGewohnheiten zu schließen, wahrscheinlich der Ucberlebcnde sei.Diese Betrachtung gewährte ihr unwillkürlich einen Trost, de»sie sich aber kaum zu erlauben wagte, wenn sic bedachte, daßer durch das Verbrechen ihres Geliebten und die Zerstörungvon Brenda's Glückseligkeit getrübt würde.

Unschuldige, unglückliche Schwester!" das waren ihreGedanken:Du bist zehnmal besser, als ich, denn du machstbei deinen Vorzügen so wenig Ansprüche. Wie ist cs möglich,daß ich aufhöre, eine Herzensangst zu empfinden, die ansmeinem Busen in den deinigen überströmt?"

Während diese quälenden Gedanken sie beunruhigten, konntesie sich »ickit enthalten, ihre Schwester an ihren Busen zudrücken, und that dieß mit solcher Innigkeit, daß Brendaerwachte, nachdem sie einen tiefen Seufzer ausgestoßeu hatte.

Bist du cs, Schwester?" sagte sie;mir träumte, ich lägeauf einem von den Denkmälern, das Claudius Halcro uns sooft beschrieben hat, auf denen das Bild des darunter Ruhendenjn dem Steine ausgehauen ist. Mir träumte, daß ein solchesMarmorbild an meiner Seite läge, daß es auf einmal Lebenund Bewegung erhielte, und mich an seine kalte, feuchte Brustdrückte und nun bist du es, Minna, und in der Thateben so kalt. Dir ist nicht wohl, meine theuerste Minna!