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Um Gottesmillen, laß mich aufstehen und Euphane Fca rufen. -Was fehlt dir? Ist Norna wieder hier gewesen?"
„Rufe Niemand," sagte Minna, sie zurückhaltend, „mirfehlt nichts, wogegen irgend Jemand ein Mittel haben könnte;es sind nur Besorgnisse irgend eines Unglücks, ärger, alsNorna es je verkünden konnte. Aber, Gott ist über Allem»meine theure Brenda, laß uns also zu ihm beten, damit Er,der allein es vermag, das Döse zum Guten wendet."
So wiederholten sie denn gemeinschaftlich ihr gewöhnlichesGebet um Stärke und Schutz von oben, und schickten sichwiederum zum Schlafe an, ohne etwas weiter als „Gott segnedich" zu einander zu sagen, als ihre Andacht verrichtet war;indem sie so dem Himmel gewissenhaft ihre letzten wachenWorte weihten, wenn auch menschliche Gebrechlichkeit sie ver-hinderte, dieß mit ihren Gedanken ebenfalls zu thun. Brendaschlief zuerst ein, und auch Minna war endlich, nach einemstandhaften Kampfe mit den dunkeln und bösen Ahnungen,welche sich ihrer Einbildungskraft wieder aufzudringen be-gannen, so glücklich, dem Schlummer in die Arme zu sinken.
Der Sturm, den Halcro erwartet hatte, trat wirklich gegenTagesanbruch ein — ein heftiger, mit Regen gemischter Wind-stoß, wie man ihn unter diesen Breiten selbst während desschönsten Wetters hat. Von dem Pfeifen des Windes, und demPlätschern des Regens auf den Schindeldächern der Fischerhüttenerwachte manche arme Frau, und rief ihren Kindern zu, dieHände zu erheben, und sich mit ihr zum Gebete für die Sicher-heit des theurcn Gatten und Vaters zu vereinigen, der jetztgerade in der Gewalt der aufgeregten Elemente war. Ringsum das Haus in Burgh-Westra heulten die Schornsteine unddie Fenster klirrten. Die Streben und Stützen in dem höherenTheile des Gebäudes, größtentheils aus Triebholz gezimmert,