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Was mein noch ist, sollst du pertheilen,
Geliebte, gute Mutier, du!
Die Armen, Traurigen laß eilen,
Mein Erbe >ve»d' ich ihnen z».
Gib ihnen meine schönen Pferde,
Die Falken, Hunde, summt dem Wein;
Thcil' unter sie die schone Heerde,
Und die neun Schlosser obeudreiu.
Sollst nicht de» Tod zu rächen hoffen.
Der mich nun führt zum Himmel ein,
Denn alle» Tapfer» steht der offen; —
Die Rache steht bei Gott allein.
Die sonderbare Uebereinstimmung zwischen dem Inhaltedieses Liedes und mit der Lage, in der sie sich selbst befand,erschien Minna als ein Wink des Himmels. (Man muß be-denken, daß wir hier beständig von einem Lande reden, inwelchem auf Anzeichen und abergläubische Vorbedeutungen dasgrößte Gewicht gelegt wurde, und wir fürchten zuweilen beinahevon denen kaum recht verstanden zu werden, deren bcgränzteEinbildungskraft sich keinen Begriff davon machen kann, wiemächtig jene zu gewissen Perioden der Ausbildung der mensch-lichen Gesellschaft auf den menschlichen Geist wirken können.Der Inhalt eines Verses, den man im Virgil aufschlug, wurdeim siebzehnten Jahrhundert am englischen Hofe als eine sichereVorbedeutung für die Zukunft angesehen; was Wunder also,wenn ein Mädchen von den wilden und entfernten shetländischenInseln Verse, welche auf ihre gegenwärtige Lage paßten, alseinen Wink des Himmels ansah.)
„Ich will schweigen," sagte sie halblaut, „ich will meineLippen verschließen:
Denn ollen Topften steht der offen; —
Die Roche steht bei Gott allein!"