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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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Die Weiber der Fischer blickten noch einmal den scheidendenSegeln nach, und kehrten dann langsam, mit gesenktem undbekümmertem Blicke zn den Hütten zurück, in welchen sie An-stalten znm Zuberciten und Trockne» der Fische trafen, mitdenen sie ihre Männer reichlich beladen zurückkchrcn zu sehenhofften. Hier und da legte eine alte Sybille ihre größere Er-fahrung an den Tag, indem sic, nach dem Aussehen des Himmelsvoraussagte, ob der Wind günstig oder ungünstig sein würde,während Andere der Kirche des heiligen Ninia» für die sichereHeimkehr der Leute und der Boote ein Gelübde thaten (ein alterkatholischer Gebrauch, der noch nicht ganz verschwunden war),»nd wieder Andere, Jeder mit leisem und furchtsamem Tone,ihr Bedauern gegen ihre Gefährtinnen zu erkennen gaben, daßman Norna von Fitfnl-Head diesen Morgen so in Unfriedenvon Burgh-Wcflra hatte Weggehen lassen, und daß man siegerade am ersten Tage des Weißfischfanges erzürnt hätte.

Nachdem die Vornehmen, Gäste Magnus Troils, so vielZeit, als man erübrigen konnte, damit verbracht hatten, daskleine Geschwader in See gehen zu sehen, und mit den armenFrauen zn sprechen, welche ihre Freunde sich hatten einschiffensehen, begannen sie, sich in einzelne Gruppen und Hansen zuvertheilen, welche nach verschiedenen Richtungen umher schleu-derten, wie die Laune es ihnen eingab, um das Halbdunkeleines shetländischen Svmmertages zu genießen, der, wenn ihmauch jeder Helle Sonnenschein mangelt, andere Länder wäh-rend der schönen Jahreszeit belebt, doch etwas eigenthümlichMildes und Angenehmes hat, was einer Landschaft, die inihrer eigenen, einsamen, kahlen Einförmigkeit etwas Unfreund-liches »nd Todtes an sich trägt, neben dem düster», auch zu-gleich einen sanften Ton gibt.

An einer der einsamsten Stellen der Küste, wo ein tiefer