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„Ach, Schwester," sagte Brenda, „jetzt muß ich leiderernstlich an die Kraft der Zaubersprüche und Zanbermittel zuglauben anfangen. Du wirst dich jener spanischen Geschichteerinnern, welche du mir vor längerer Zeit einmal wegnahmst,weil ich dir sagte, daß du mit deiner Bewunderung des Ritter-thnms der alten Zeiten Skandinaviens eben so abenteuerlichwärest, als der Held darin. — Ach! Minna, deine Farbe zeigtschon, daß dein Gewissen dich schlägt, und daß du dich desBnches entsinnst, das ich meine; glaubst du, daß es klügerist, eine Windmühle für einen Riesen zn halten, als denBefehlshaber eines, elenden Kapers für einen Kämpen odereinen Seekönig?"
Minna war in der That aus Aerger über diese Bemer-kung errötbet, deren Wahrheit ihr vielleicht einigermaßeneinlcuchtete.
„Du hast ein Recht, mich zu verhöhnen," sagte sie, „denndu weißt jetzt um mein Geheimniß."
Brenda's sanftes Herz konnte diesen Vorwurf der Lieb-losigkeit nicht ertragen, sie beschwor ihre Schwester, ihr zuverzeihen, und Minna's natürliche Herzensgüte konnte ihrenBitten nicht lange widerstehen.
„Wir sind schon sehr unglücklich," sagte sie, während sieihrer Schwester Thränen trocknete, „daß wir nicht mit den-selben Augen sehen können — laß uns nicht einander durchgegenseitigen Hohn und Lieblosigkeit noch elender machen. Duweißt jetzt mein Geheimniß — es wird vielleicht nicht langeeines bleiben, denn mein Vater soll es erfahren, sobald gewisseUmstände es thunlich gemacht haben werden. Einstweilen weißtdu, ich wiederhole es, um mein Geheimniß, und ich bin mehrals gewiß, daß ich auch um das dcinige weiß, obgleich du dichweigerst, es einzngestehen."