ein herumzichender Abenteurer, den ein Zufall oder der Sturmauf die Jnfcl geworfen, und der ein falsches Gemiith untereiner freien Stirne verbarg. Nimm dir deine eigene Warnungan, meine gute Schwester, es gibt außer diesem armen Mor-dannt Mertoun noch andere Fremde auf Burgh-Westra,"Minna schien eine» Augenblick von der Schnelligkeit, mitwelcher ihre Schwester ihre Warnungen und ihren Verdacht ihrzurückgab, überwältigt; allein ihre natürliche Geistesgegenwartließ sie bald wieder mit angenommener Fassung antworten:„Wenn ich dir, Brenda, eben so wenig Vertrauen bewiese,als du mir, so würde ich dir antworten, daß Clcveland mirnickt mehr gilt, alS Mordannt mir war, oder der jungeSarwaster, oder Lorenz Cricson, oder jeder andere Lieblings-gast meines Vaters mir jetzt ist. Allein ich halte es untermeiner Würde, dich zu hintergeben, oder dir meine Gedankenzu verberge» — ich liebe Clement Clevcland."
„Sage das nicht, theucrste Schwester," sagte Brenda, in-dem sie auf einmal alle Bitterkeit des ToncS, mit der dieUnterhaltung zuletzt geführt worden war, fallen ließ und ihreArme um den Hals ihrer Schwester schlang; „sage das nicht,ich beschwöre dich! Ich will Mordannt Mertoun entsagen —ich will schwören, daß ich nie wieder mit ihm reden will —aber wiederhole nicht, daß du diesen Cleveland liebst "
„Und warum," sagte Minna, indem sie sich sanft anS ihrerSchwester Armen wand, „sollte ich nicht die Versicherung einesGefühles wiederholen, ans das ich stolz bin? Die Kühnheit,die Kraft und die Stärke seines Charakters, dem das Befehlenzur Natur geworden und Furcht unbekannt ist — gerade dieEigenthümlichkeiten, welche dich für mein Glück besorgt machen,sind es, die eS begründen. Erinnere dich, Brenda, daßwährend du an dem ruhigen ebenen Mceresufcr, wie es im