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„Deine Augen wenigstens waren nur gleichgültig beschäftigt,Brenda," erwiderte die ältere Schwester, „da sie auf einenjungen Mann geheftet waren, von dem die ganze Welt, dichausgenommen, die du es nicht zugeben willst, glaubt, daß ermit der unverschämteste» Anmaßnnq von uns gesprochen habe.Selbst wenn er unschuldig sein sollte, ist es nicht sniigfräulich,und zu dreist von dir, wie Lady Glowrowrnm sagt, dahin znsehen, wo er sitzt, da das nur das Gerücht bestätige» muß."
„Ich werde sehen, wohin ich will," sagte Brenda, die jetztimmer eifriger wurde, „und Lady Glowrowrnm hat wederüber meine Gedanken, noch über meine Worte oder über meineAugen das Geringste zu sagen. Ich halte Mordannt Mcrtonnfür unschuldig — ich glaube es und werde es immer behaupten,und wenn ich nicht mit ihm rede und ihn nicht wie sonstbehandele, so geschieht cs aus Gehorsam gegen meinen Vater,und nicht deßwegcn, was Lady Glowrowrnm und alle ihreNichten, und wenn sie deren zwanzig hätte, statt zwei, übereine Sache denken und meinen, und Achselzucken und schwätzenkönnen, die sie nichts angeht."
„Ach, Brenda," antwortete Minna mit Ruhe, „diese Leb-haftigkeit verräth, daß du mehr als einen gewöhnlichen Freundvertheidigst! Sei ans deiner Hut; — der, welcher Norna'sFrieden für immer störte, war ein Fremder, dem sie gegenLen Willen ihrer Familie ihre Gunst schenkte."
„Es war ein Fremder, ja," erwiderte Brenda mit Be-tonung, „nicht allein durch seine Geburt, sondern auch durchseine Sitten. Sie war nicht mit ihm von Kindheit auf erzogen;sie hatte nicht durch einen mehrjährigen vertrauten Umgangdie Redlichkeit und Offenheit seines Charakters kennen gelernt.Er mar allerdings ein Fremder, mar es durch Charakter,Gemnthsart, Geburt, Betragen und sittliche Bildung-vielleicht